proM.U.T. – Ausgewählte Nachrichten 04.11.-10.11.2013

 


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Die Auswahl ist subjektiv. Kritisches Lesen wird empfohlen.


 

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Samstag/Sonntag, 9./10.11.2013


Schaden Wiederkäuer dem Klima?

Nicht die Kuh ist für die klimaschädlichen Treibhausgase verantwortlich, sondern deren Instrumentalisierung durch eine gewinnorientierte Agrar- und Lebensmittelindustrie

 


Verbot der Gänsejagd wird erneut diskutiert

Jäger, Bauern und Naturschützer streiten sich erneut über ein Verbot der Gänsejagd. Für den Lüneburger NABU ist es „Vogelmord“, die Jäger wollen nicht aufs Jagen verzichten.

 


Viel Zustimmung für geplantes Fracking-Verbot

Die umstrittene Gasförderung aus tiefem Gestein soll erstmal gestoppt werden: So soll es in einem Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD stehen. Im Norden werden die Pläne brgrüßt.

Freitag, 8.11.2013


Agrarindustrie und ihre Lobby – wie ein aufgeschreckter Hühnerhaufen – ein Kommentar von Michael Hettwer

Das Resultat der Bürgerbefragung in Großenkneten scheint dem Chefredakteur der vom Landvolk Niedersachsen e.V. und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gemeinsam herausgegeben Zeitung “Land & Forst” wohl doch gehörig auf den Magen geschlagen zu sein.

Dass Schriftleiter Ralf Stephan von “Land & Forst” dabei die demokratischen Grundtugenden in Ansätzen vermissen lässt (denn wie sonst kann man es erklären, dass Stephan das so eindeutige Ergebnis zu einem Minderheitenvotum herabqualifiziert?), ist eine Unverschämtheit und darf durch staatliche Gelder – aus denen zumindest die Landwirtschaftskammer Niedersachsen sich auch finanziert (und damit indirekt auch “Land & Forst”) – nicht weiter gefördert werden.

 

Globaler CO2-Ausstoß steigt auf neuen Rekordwert

Weltweite Emissionen liegen so hoch wie noch nie zuvor

 


Verdacht auf erneuten Lebensmittelskandal

Neben dem aktuellen Fund einer Gammelfleisch-Lieferung an einen Ferienpark in Rheinland-Pfalz, wird auch in Niedersachen gerade gegen ein fleischverarbeitenden Betrieb ermittelt.

 


Koalitionsverhandlungen im Agrarbereich auf der Zielgeraden

Positiv über die Verhandlungen in der Koalitionsarbeitsgruppe „Umwelt und Landwirtschaft“ hat sich der bisherige agrarpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Wilhelm Priesmeier, geäußert. „Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Einigung in allen wichtigen Punkten erreichen werden“, sagte der SPD-Politiker gegenüber Agra Europe während einer Verhandlungspause in Berlin.

 


Vergiftungsgefahr durch Güllegase

Im Umgang mit Gülle kommt es in geschlossenen oder schlecht belüfteten Ställen immer wieder zu schweren Unfällen durch Vergiftungen. Neuere Unfallgeschehen verdeutlichen, dass Güllegase auch im Außenbereich eine nicht zu unterschätzende Gefahr darstellen und in tödlicher Dosis auftreten können.

 


Biogasrat+ zerpflückt Agorakonzept zur Energiewende

Der Biogasrat+ hat sich äußerst kritisch zum Konzept der Initiative „Agora Energiewende“ zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien geäußert. Biogasrat+-Geschäftsführer Reinhard Schultz erklärte, es handele sich um ein Glaubensbekenntnis und keine Lösung.

 


Dossier – Das Unsichtbare durchschauen

Nanotechnologie in der gesellschaftlichen Diskussion

 

Mittwoch/Donnerstag, 6./7.112013


Big Money verhindert in Washington Einführung einer Kennzeichnungspflicht für genveränderte Lebensmittel

Konzerne wie Monsanto unterstützten mit Millionen US-Dollar die bislang teuerste Kampagne gegen einen Bürgerentscheid für die Kennzeichnungspflicht

 


Milliardenförderung für Bioökonomie-Projekte

Ziel einer neuen Initiative der EU-Kommission ist die Förderung der europäischen Bioökonomie. Hierfür werden in den kommenden Jahren Fördergelder in Milliardenhöhe bereit gestellt.

 


2014 wahrscheinlich neuer Genmaisanbau in der EU

Die Europäische Kommission hat am Mittwoch dem EU-Rat den Zulassungsantrag für den gentechnisch veränderten Mais namens 1507 der US-Firma Pioneer übergeben. Das bedeutet, dass der Mais voraussichtlich im kommenden Frühjahr in EU-Ländern ausgesät werden darf.

 


Listerien in Reibekäse entdeckt

Das Deutsche Milchkontor (DMK) hat verschiedene Arten von Reibekäse wegen des Befalls mit gesundheitsgefährdenden Bakterien zurückgerufen. Betroffen sei Reibekäse, der bei den Supermarktketten Edeka, Real, Kaiser’s Tengelmann, Kaufland, Lidl und Netto in Beuteln verkauft worden sei, teilte das Unternehmen mit.

 


Mischte Wurstfabrikant systematisch Gammelfleisch unter?

In einer Wurstfabrik im niedersächsischen Bad Bentheim soll über Jahre systematisch verdorbenes Fleisch verarbeitet worden sein. Im ARD-Magazin „plusminus“ berichteten am Mittwoch zwei ehemalige Angestellte des Unternehmens von den illegalen Praktiken.

 


BASF klagt gegen Verbot der Neonikotinoide

Im Streit um das Bienensterben wehrt sich nach den Konzernen Syngenta und Bayer nun auch die BASF gegen das Verbot der Neonikotinoide durch die EU. Konkret klagt das Ludwigshafener Unternehmen gegen die Beschränkungen für den Einsatz seines Mittels Fipronil bei der Saatgut-Behandlung.

 


Alle Bauern in Niedersachsen verlieren viel Geld

„Ob groß oder klein, ökologisch oder konventionell, jeder niedersächsische Landwirt wird durch die Reform der EU-Agrarpolitik weniger Geld erhalten. Daran ändert leider auch der von derden Agrarministern ausgehandelte Kompromiss nichts.

 


Experten plädieren offenbar für größere Sicherheitszone um AKW

Strahlenschützer empfehlen, die Evakuierungszonen rund um Atomkraftwerke auszuweiten. Diese Informationen sind offenbar aus Beratungen der Strahlenschutzkommission durchgesickert, die für die Bundesregierung arbeitet. Atomkraftgegner haben sie publik gemacht.

 


Braucht der Mensch noch Nutztiere?

Berlin – Am 12. November findet eine Diskussion zum Thema „Braucht der Mensch noch Nutztiere? Die Zukunft der Tierhaltung“ statt. Wer nicht persönlich dabei sein kann, kann einen Livestream online verfolgen.

 


BASF klagt gegen Fipronil-Verbot

BASF stellt Produkte mit dem Insektizid Fipronil her. Die EU-Kommission hatte das Mittel im Juli mit Verweis auf die Bienengesundheit verboten. BASF sieht das anders und klagt.

 


Veterinäramt mit Gammelfleisch ausgetrickst?

Tonnenweise vergammeltes Fleisch soll ein Unternehmen aus Bad Bentheim verarbeitet haben. Der Veterinäramts-Leiter hält es für möglich, dass seine Mitarbeiter ausgetrickst wurden.

 


Drei Europäische Bürgerinitiativen erfolgreich abgeschlossen
Am 1. November 2013 endete für die OrganisatorInnen der ersten acht europäischen Bürgerinitiativen die Frist für die Sammlung von Unterstützungsbekundungen. Drei Initiativen haben nach eigenen Angaben das Ziel erreicht, informiert die EU-Kommission, und „mindestens eine Million Unterschriften insgesamt und die vorgeschriebene erforderliche Mindestanzahl von Unterstützern in mindestens sieben Mitgliedstaaten“

 


Kleine und mittlere Bauernhöfe bekommen mehr Geld aus EU-Agrarbudget

Die Agrarminister der 16 Bundesländer haben haben sich am Montag auf eine Umverteilung der milliardenschweren EU-Agrarsubventionen geeinigt.

 

Dienstag, 05.11.2013

Nur ein Schritt in die richtige Richtung

Die Bundesländer haben sich auf die künftige Verteilung der EU-Subventionen für die Landwirtschaft geeinigt. Was bedeuten die Ergebnisse für die Landwirte im Norden? Claudia Plaß kommentiert.

 


Agrarreform: Umverteilung zu Gunsten von Kleinbetrieben

München – Nach sieben harten Verhandlungsstunden präsentierten die deutschen Agrarminister gestern ihren Kompromiss: Es gibt u.a. mehr Geld für Kleinbetriebe, Junglandwirte und Grünland.

 


Gammelfleisch für deutschen Ferienpark

Nahe der belgischen Grenze wurde nun eine unappetitliche Entdeckung gemacht. Der Zoll fand bei einer LKW-Kontrolle über 850 Kilogramm verdorbenes Fleisch. Ziel der Ware: ein Ferienpark in Rheinland-Pfalz.

 


Waldschäden viel schlimmer als angenommen

Umweltminister Habeck ist über die Waldschäden durch Orkan „Christian“ entsetzt. Bei einer Begehung in Kropp sagte er: „Das ist wie im Hollywood-Film, wo ein Jumbo durch den Wald kachelt.“

 


YouTube Kanal für Schweinespielzeug

Viele Schweinehalter suchen nach kostengünstigem und abwechslungsreichem Beschäftigungsmaterial für ihre Tiere. Und wie sieht es aus, wenn sich Schweine mit einer Buchtenwippe, einer tanzenden Tonne oder einem Stroheimer beschäftigen?Auf dem YouTube Kanal „Stall Aktiv“ sind interessante Ideen für Schweinespielzeug in kurzen Filmen festgehalten.

 


Agrarkonferenz: Mehr Geld für die Kleinen

Die Agrarminister-Konferenz in München hat auch Auswirkungen auf die Bauern in Niedersachsen. Für kleinere Betriebe gibt es mehr, für große Höfe weniger Geld.

 


Kleine und mittlere Bauernhöfe bekommen mehr Geld aus EU-Agrarbudget

Die Agrarminister der 16 Bundesländer haben haben sich am Montag auf eine Umverteilung der milliardenschweren EU-Agrarsubventionen geeinigt.

 


EU-BürgerInnen fordern stärkeren Naturschutz

Fast 90 Prozent aller EuropäerInnen halten den Rückgang der biologischen Vielfalt für ein Problem. Dies geht aus einer heute von der EU-Kommission veröffentlichten Umfrage hervor.

 

Bürger verhindern Geflügelschlachthof in Ahlhorn

Das Bürgervotum gegen den Hühnerschlachthof ist ein wichtiges Signal. Die durch die Bürgerbefragung in Großenkneten (Landkreis Oldenburg) erfolgte deutliche Ablehnung eines weiteren Geflügelschlachthofs ist für die Bürgerbewegung gegen Agrarindustrie in Niedersachsen ein unzweideutiges Signal an die Adresse von Politik, Bürokratie, Bauernverband, Agrarindustrie und Landwirte.
„Das Ergebnis der Bürgerbefragung ist der von uns erhoffte und auch nicht ganz unerwartete große Erfolg in unserem Widerstand gegen Agrar- und Lebensmittelindustrie. Und es zeigt deutlich die breite grundsätzliche Ablehnung innerhalb der Bevölkerung.“, freut sich der Michael Hettwer, Sprecher des Landesnetzwerks.

… gratuliert dem Bündnis MUT

 

Bund und Länder ebnen den Weg für die nationale Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).Bei einer Sondersitzung der Agrarministerkonferenz am Montag in München haben sich die Landwirtschaftsminister von Bund und Ländern auf einen Kompromiss zur nationalen Umsetzung der EU-Agrarreform verständigt.

 


Einigung: Etwas Umschichtung und mehr Förderung der ersten Hektar

Die Agrarminister der Bundesländer haben sich am Montag bei ihrer Sonderkonferenz in München auf die Umsetzung der EU-Agrarreform in Deutschland geeinigt. Es galt, die 6,2 Mrd. Euro aus Brüssel zu verteilen; 10 % weniger als bisher. Das Votum war letztlich einstimmig.

 


Agrarreform: Nationale Umsetzung in trockenen Tüchern

München – Die Sonder-Agrarministerkonferenz dauerte gestern deutlich länger als angesetzt. Dafür stand am Ende eine Einigung.

 


Pioneer-Mais 1507: Entscheidung über Anbauzulassung rückt näher

Brüssel – In der Europäischen Union könnte Anfang nächsten Jahres eine zweite kommerziell genutzte transgene Maislinie zum Anbau zugelassen werden.

 


Ausweitung der Evakuierungszonen um alle AKWs

Die Strahlenschutzkommission reagiert als Lehre aus Fukushima mit neuen Leitlinien für die Katastrophenschutzbehörden in Deutschland

 


Mehr Geld für Schleswig-Holsteins Landwirte

Kleinere und mittelgroße Bauernhöfe in Schleswig-Holstein können sich auf eine Finanzspritze freuen. Aus dem EU-Topf stehen bis 2020 insgesamt 150 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.

 


Mehr Geld für kleine und mittlere Höfe

Großbetriebe in Ostdeutschland bekommen weniger Geld. „Jetzt hilft der Osten mal dem Westen“, sagte MV-Landwirtschaftsminister Till Backhaus. Mehr bei tagesschau.de.

 


NDR Fernsehen: “Antibiotika ohne Wirkung?”

Die Problematik der antibiotikaresistenten Keime rückt immer mehr in den Fokus der Menschen.

Ärtze finanzieren mittlerweile aus ihrem eigenem Geldbeutel Anzeigen um die Öffentlichkeit vor den ganz erheblichen Gefahren von MRSA-Keimen zu warnen und gründen eine Initiative –> http://landesnetzwerk-niedersachsen.net/?p=2103

Der NDR hat in seiner Sendereihe “45min,” die Problematik der Antibiotikaresitenzen aufgegriffen:

 

 

Montag, 04.11.2013

Cadmium im Toastbrot

Folgen der Überdüngung für den Menschen – Weltweit wird auf Ackerflächen zu viel gedüngt. Das hat Folgen für Mensch und Umwelt: Eutrophierte Gewässer, Uran in der Umwelt, Cadmium in der menschlichen Nahrungskette.

 


Umweltbundesamt will Landwirtschaft schärfer regulieren

Das Umweltbundesamt (UBA) will die Landwirtschaft stärker an die Kandare nehmen. In ihren „Empfehlungen für die 18. Legislaturperiode“ schlägt die Behörde ein allgemeines Landwirtschaftsgesetz vor, in dem Anforderungen an eine „umweltverträgliche nachhaltige Landwirtschaft“ festgeschrieben werden sollen.

 


Niedersachsen will Agrarwende vorantreiben

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer will in seinem Bundesland die Agrarwende vorantreiben und die Landwirte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Qualitätserzeugung mitnehmen. „Ziel ist es, die Vielfalt der bäuerlichen Betriebe in Niedersachsen zu stärken“, sagte der Minister in Oldenburg.

 


Herkunftsangabe würde Fleisch deutlich teurer machen

Wenn in der EU eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Fleisch eingeführt werden sollte, könnten die Produkte um bis zu 50 % teurer werden. Das hat die EU-Kommission in einem Bericht an das EU-Parlament erklärt. Die Hersteller würden den Preisanstieg sehr wahrscheinlich zu 90 % auf die Kunden abwälzen.

 


Agrarministerium verlangt Kompromissbereitschaft von Ländern

Heute beraten die Agrarminister der Bundesländer in München über die nationale Umsetzung der europäischen Agrarreform. Das Bundesagrarministerium wünscht sich hierzu, dass alle Beteiligten die nötige Kompromissbereitschaft an den Tag legen. Die Bauern bräuchten rasch Klarheit und Planungssicherheit.

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