proM.U.T. – Ausgewählte Nachrichten vom 25.04. bis 29.04.2016

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Die Auswahl der Nachrichten ist subjektiv. Kritisches Lesen wird empfohlen.


 

25. bis 29. April 2016

Hofreiter: Anbindestall-Verbot erst ab 35 GV

In einer lebhaften Diskussion stellte sich Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen, auf der Jahreshauptversammlung der MEG Augsburg-West den Fragen der Landwirte. Dabei ging es auch um das drohende Verbot der Anbindehaltung.

Kranke Nutztiere – Selbsttherapie mit Medizinpflanzen

Kranke Tiere in freier Natur wissen sich zu helfen: Sie fressen Erde oder bestimmte Pflanzen, um sich vor Pilz-, Bakterien- oder Parasitenbefall zu schützen. Nutztiere im Stall können nicht auf diese medizinische Trickkiste der Natur zurückgreifen. Forscher fordern deshalb mehr Variation bei Futterpflanzen.

 

Nitratrichtlinie: EU-Kommission verklagt Deutschland

Deutschland muss sich wegen mutmaßlicher Versäumnisse beim Grundwasserschutz einem Verfahren am Europäischen Gerichtshof stellen. Die Bundesrepublik habe es versäumt, strengere Maßnahmen gegen die Gewässerverunreinigung durch Nitrat zu ergreifen.

NRW-Verbandsklagerecht – Tierschutzverein hat kein Recht auf Einsicht in Akten des Veterinäramts

Das Verwaltungsgericht Münster hat die Klage eines Tierschutzvereins abgewiesen, der vom Kreis Steinfurt verlangt hatte, ihm die Einsichtnahme in Verfahrensakten des Veterinäramts zu gewähren. Der Tierschutzverein habe kein Recht darauf, über laufende Untersuchungen des Veterinäramts informiert zu werden oder gar die Akten einzusehen urteilte das VG Münster.

CETA-Gericht mit EU-Recht vereinbar

CETA-Gericht mit EU-Recht vereinbar – Wirtschaft und Energie/Antwort

Umfrage: Deutsche wollen strengere Regeln für die Landwirtschaft

Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich strengere Regeln und Gesetze für die Landwirtschaft. Landwirte sollen mehr Rücksicht auf Natur und Tierwohl nehmen. Den Einsatz von Genpflanzen lehnen die Deutschen klar ab.

„Nach Tierwohl rufen, aber nichts bezahlen wollen“

Den Nutztieren in Deutschland geht es heute besser als je zuvor, die Tierhaltungsstandards werden immer höher. Nur diese Mehrkosten müssen die Verbraucher nicht zahlen, klagt der RLV. Wegen abgebrochener Vermarktungswege nach Russland gebe es ein Überangebot auf dem Markt, das den Preis gnadenlos drückt, heißt es.

Der Ringelschwanz muss honoriert werden!

Zurzeit gibt es bundesweit zahlreiche Projekte zur Ferkelaufzucht bzw. Schweinemast mit intaktem Ringelschwanz. In der aktuellen Ausgabe des Wochenblatts für Landwirtschaft und Landleben schildert einer der Teilnehmer, Sauenhalter und Mäster Timo Jürgens aus Ostercappeln, seine bisherigen Erfahrungen.

Rusagro investiert 800 Mio. € in neue Mastanlage

Der russische Agrarkonzern Rusagro will kräftig in die Schweinehaltung investieren. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen umgerechnet 802 Mio. Euro in den Bau einer neuen Schweinemastanlage in der Region Primorje fließen. Primorje liegt im Südosten Russlands am Japanischen Meer.

Hochwald trennt sich von Würstchen-Geschäft

Die Hochwald Foods GmbH aus Thalfang hat ihre Tochtergesellschaft Hochwald Foods Meppen GmbH im Emsland, die Würstchenkonserven produziert und vertreibt, an Maximilian Tönnies abgegeben. Die Hochwald-Gruppe will sich auf das Kerngeschäft, die Verarbeitung und den Vertrieb von Milch und Milchprodukten, konzentrieren.

In diese Wirkstoffgruppen investierten die Landwirte in 2015

Im Vergleich zu 2014 ist der Inlandsumsatz beim Verkauf von Pflanzenschutzmitteln in 2015 leicht zurückgegangen. In welche Produkte die Landwirte wieviel investierten, lesen Sie hier.

Wolf „Kurti“ ist tot

Auf Anordnung des Umweltministeriums ist der als „Kurti“ bekannte Wolf am Mittwoch im Heidekreis erschossen worden. Es ist die erste gezielte Tötung eines Wolfs in Niedersachsen.

Mehr Hähnchenfleisch am Weltmarkt

Die bedeutenden Exporteure von Hähnchenfleisch werden im laufenden Jahr ihre Produktion ausweiten und mehr Ware am internationalen Markt anbieten. So lautet jedenfalls die Prognose des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) in einer aktuellen Vorausschau auf den Weltfleischmarkt.

Handel senkt Preise für Molkereiprodukte

Der Einzelhandelt hat im April die Käseprodukte deutlich günstiger angeboten. Milch und Milchprodukte können Verbraucher aktuell 6% günstiger als im Vorjahr einkaufen. Das geht aus dem AMI-Frischeindex hervor.

Bundestierärztekammer: Nutztierzucht stärker auf Gesundheit ausrichten

Die Bundestierärztekammer fordert neue rechtliche Regelungen für die Nutztierzucht. Es müsse wieder auf ein Gleichgewicht zwischen Leistung und Gesundheit geachtet werden.

Tierärzteverband fordert Nachbesserung bei der Antibiotikadatenbank

Der Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT), Holger Vogel, fordert noch in dieser Legislaturperiode Nachbesserungen im Arzneimittelgesetz.

Eberfleisch mit starkem Geschlechtsgeruch verzehrbar gemacht

Bernburg/Bonn (aho/lme) – Muss Eberfleisch mit Geschlechtsgeruch – sogenanntes Stinkefleisch – nicht mehr entsprechend der EU-Vo 854/2004 als K3-Material entsorgt werden? Wissenschaftler der Hochschule Anhalt sagen „nein“! Die Experten haben in einem Forschungsprojekt des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) eine Methode entwickelt, mit dem sich der unerwünschte Geschlechtsgeruch maskieren lässt. So könnte die Bio-Branche das Material dem Verbraucher als Würste und Aspikprodukte präsentieren.

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“Risikoarbeitsplatz Veterinäramt”

Bad Staffelstein (BbT) – Der Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT), Holger Vogel, fordert die Landesregierungen auf, sich bei anstehenden Entscheidungen zur Organisation der Veterinärverwaltung in den Bundesländern an den Grundsätzen der Effektivität zu orientieren. Das bedeute im Wesentlichen eine Stärkung der Ämter auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte und dort eine weitestgehende Bündelung der Aufgaben, einschließlich der Lebensmittelüberwachung und des Vollzugs. „Wir wissen aus jahrzehntelanger Erfahrung, dass die Ortsnähe und Kompetenz der lokalen Veterinärämter der beste Garant für eine erfolgreiche Arbeit ist“, betont Vogel.

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Priesmeier lästert über fachlichen Hintergrund grüner Agrarminister

Zu einem Rundumschlag gegen die grünen Agrarminister in Deutschland und deren fachliche Eignung hat SPD-Agrarsprecher Dr. Wilhelm Priesmeier ausgeholt. Früher sei die Agrarpolitik meist in Unionshand gewesen. Dazuwischen gab es zwar auch mal SPD-Leute. Allen waren aber vom Fach. Heute zähle allein das grüne Parteibuch.

Tierärztekammer will Hochleistungszucht Grenzen setzen

Die Bundestierärztekammer fordert, dass die Nutztierzucht wieder auf ein Gleichgewicht zwischen Leistung und Gesundheit ausgerichtet werden muss. Aus Kühen, Schweinen, Hennen und Puten seien längst Hochleistungstiere geworden, so der Verband am Dienstag.

Wachstumsschub für Ernährungsindustrie im Februar

Die Ernährungsindustrie erzielte im Februar 2016 einen Umsatz von 13,2 Mrd. Euro, das entspricht einem Zuwachs von 3,8 Prozent im Vorjahresvergleich. Aufgrund erneut gesunkener Verkaufspreise belief sich das Absatzwachstum auf beachtliche 4,9 Prozent, schreibt die BVE.

Röring: „Nachhaltigkeitskampagnen der Supermärkte wenig mehr als Heuchelei!“

Nach den jüngsten Preisabschlüssen zwischen Molkereien und dem deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) mit historischen Niedrigpreisen droht den heimischen Milchbauern ein Debakel. Während sich die Verbraucher über weiter sinkende Preise freuen können, werden viele Bauern die Milchkuhhaltung aufgeben müssen.

Federpicken läßt sich eindämmen

Federpicken und Kannibalismus bei Legehennen lassen sich auch mit ungekürzten Schnäbeln unter Kontrolle halten. Der Aufwand dafür lässt allerdings die Kosten pro Ei spürbar ansteigen. Das ist das gemeinsame Ergebnis von drei Beratungsinitiativen. Vom Symposium der BLE berichtet Dr. Ludger Schulze Pals.

TTIP: An Standards in Tierhaltung nicht rütteln

Mit einem klaren „Nein“ zum geplanten Freihandelsabkommen TTIP zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA hat das Landvolk die Bundesregierung aufgefordert, diese Haltung der Landwirtschaft gegenüber den Vereinigten Staaten deutlich zu machen.

Weltbevölkerung kann ohne Verlust weiterer Waldflächen ernährt werden

Selbst bei einer wachsenden Weltbevölkerung könnte es ohne den weiteren Verlust an Waldflächen möglich sein, genug Nahrung für die Menschheit zu produzieren. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Universität Klagenfurt, die jetzt auf der Internetplattform Nature Communications veröffentlicht wurde. Studienautor Prof.

Verzicht auf Schwänzekürzen bleibt ein Risiko

Für das Problem des Schwanzbeißens bei Schweinen gibt es nach wie keine praktikable Lösung. Das belegen auch die drei Beratungsprojekte, die im Rahmen der von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) geförderten Modell- und Demonstrationsvorhaben Tierschutz gefördert wurden.

Gewässer um Biogas-Anlage stark belastet

Verschmutze Bäche und Gräben rund um Biogas-Anlagen fand Panorama 3 letzten Sommer. Obwohl die Wasserschutzbehörde eine Überprüfung zugesagt hatte, wurde nichts geändert.

Intensive Beratung kann das Tierwohl verbessern

Der Verzicht auf das Schwänzekürzen bei Schweinen und auf das Schnäbelkürzen bei Legehennen erfordert eine intensive Beratung der Tierhalter, mehr Zeit bei der Entwicklung praxistauglicher Lösungen und eine Antwort auf die Frage, wie die entstehenden Mehrkosten bei der Produktion gedeckt werden.

Tierärztin kontert Habeck Behauptung, Tierhaltung sei heute überflüssig

Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck ist bekanntlich der Auffassung, dass die Tierhaltung und die damit verbundene Tötung von Tieren für Nahrungsmittelzwecke heute ein Rechtfertigungsproblem haben, weil es reichlich alternative Lebensmittel gäbe.

Tierärzte fordern Pflicht zur Nullmeldung bei Nichteinsatz von Antibiotika

Die Einführung einer sogenannten Nullmeldung über den Nichteinsatz von Antibiotika hat der Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT) noch für diese Legislaturperiode verlangt.

Weltweit weniger Schweinefleisch und mehr Rindfleisch erwartet

Basierend auf aktuellen Daten der wichtigsten Produktions- und Handelsnationen im Fleischsektor hat das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) seine Vorausschau auf die Weltfleischmärkte aktualisiert. Hier die Zusammenfassung aus Sicht des Verbandes der Fleischindustrie (VdF):

Petition gegen das Verbot der Kastration

Am 1.1.2019 tritt das Gesetz zur betäubungslosen Kastration in Kraft. Im Laufe des Jahres 2016 gibt es dazu eine Evaluation, bei der geklärt werden soll, ob und welche praktikablen Alternativen es zur betäubungslosen chirurgischen Kastration gibt.

CDU in Niedersachsen fordert Hilfe für Wiesenhof-Schlachterei

Schnelle und unbürokratische Hilfe haben Vertreter der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion von der Landesregierung in Hannover für die Ende März bei einem Brand stark beschädigte Schlachterei „Oldenburger Geflügelspezialitäten“ in Lohne gefordert.

Gülle – Verwerten statt einfach auskippen

Gülle ist nicht gleich Gülle: Es kommt auf den richtigen Nährstoffgehalt an. Deshalb exportieren Landwirte ihre überflüssige Gülle in andere Regionen und nutzen zusätzlich mineralhaltige Dünger. Das will das deutsch-niederländische Projekt „Mest op maat“ ändern und mit einer neuen Technologie Gülle besser nutzbar machen.

 

Haltungsversuch: Das hilft gegen Schwanzbeißen

Welche Materialien helfen gegen Schwanzbeißen? Lieber Stroh oder Luzerne geben? Das Bayerische Fernsehen hat eine Wissenschaftlerin bei ihrem Haltungsversuch begleitet.

Rapsanbau: Insektizideinsatz um 50 Prozent gestiegen

Syngenta ließ Landwirte zu den Auswirkungen des Neonicotinoid-Verbots auf den Rapsanbau befragen. Das sind die Ergebnisse.

Premiere: Feldtage für den biologischen Landbau

Das starke Nachfragewachstum am Markt für Biolebensmittel soll endlich mit einer deutlichen Steigerung der heimischen Produktion beantwortet werden. Dazu sollen ab 2017 Öko-Feldtage den Boden bereiten.

Kampagne für gutes Essen

Kampagne für gutes Essen – Ernährung und Landwirtschaft/Kleine Anfrage

Wolf reißt 16 Schafe; keine Entschädigung

Auf einer Weide bei Dreeßel (Niedersachsen) hat ein Wolf Ende Februar 16 Texel- und Schwarzkopfschafe gerissen. Laut DNA-Untersuchung stammt er aus Sachsen-Anhalt. Eine Entschädigung bekommt der Tierhalter aber nicht, weil der Zaun zu niedrig war. Jetzt fürchten alle, dass er erneut zuschlägt.

Bundesverband der beamteten Tierärzte fordert Nachbesserung bei der Antibiotikadatenbank

Bad Staffelstein (BbT) – Der Präsident des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT), Holger Vogel, fordert noch in dieser Legislaturperiode Nachbesserungen im Arzneimittelgesetz. Die Kennzahlen sind wie erwartet auch im dritten erfassten Halbjahr zurückgegangen. Dieses eigentlich erfreuliche Ergebnis wird aber getrübt durch ungewollte Nebeneffekte.

Der Beitrag Bundesverband der beamteten Tierärzte fordert Nachbesserung bei der Antibiotikadatenbank erschien zuerst auf AHO Redaktion Grosstiere.

Eigenkontrolle im Stall – droht noch mehr Bürokratie?

Laut Tierschutzgesetz müssen Schweinehalter betriebliche Eigenkontrollen durchführen. Doch wie sollen die aussehen und wie lange dauert diese Arbeit?

AfD will Belange der Landwirtschaft ins neue Grundsatzpapier aufnehmen

Angesichts der existenzbedrohenden Lage vieler Höfe sieht auch die AfD Bayern dringenden Handlungsbedarf bei den politischen Rahmenbedingungen. Dazu will die Partei bei ihrem Bundesparteitag am 30. April und 1. Mai in Stuttgart über ein neues Grundsatzpapier abstimmen.

„Milchbeschlüsse der Agrarminister sind kein Fall für den Nobelpreis“

Ein Kommentar von Anselm Richard, Chefredakteur beim Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben: Mit einem Mal sind sich die Agrarminister der Bundesländer einig: Die Milchmenge muss runter. Organisieren soll das die Branche selbst, also Milchbauern und Molkereien.

TTIP-Gegner zwischen Angst und Hoffnung

Zehntausende haben am Sonnabend in Hannover gegen TTIP protestiert. Sie fürchten um Demokratie, Verbraucherschutz, Landwirtschaft – und sie glauben an den Erfolg ihres Protests.

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