proM.U.T. – Ausgewählte Nachrichten vom 19. bis 20.06.2015

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Die Auswahl ist subjektiv. Kritisches Lesen wird empfohlen.


 

19. bis 20. Juni 2015

 

Lidl setzt konsequent auf Gentechnik-Freiheit

Ab sofort werden die Molkereiprodukte (Milch, Butter, Quark, Schlagrahm,Rahmjogurt, Brotzeitkäse) der in allen ca. 500 bayerischen Filialen gelisteten Eigenmarke „Ein gutes Stück Heimat“ um die Kennzeichnung“Ohne Gentechnik“ ergänzt. Mitte Juli folgt die Frischmilch und H-Milch der Marke Milbona.

Anträge ab 1. Juli: Pro Ringelschwanz 16,50 Euro; 1,70 Euro für unbehandelte Hennenschnäbel

Hannover (aho) – Niedersachsen stellt 28 Mio. € für Tierwohl-Programme bereit.Das Geld erhalten Landwirte, die bei Legehennen auf die Schnabelbehandlung und Ferkel mit ungekürzten Schwänzen zur Mastaufstallen. Die Förderung ist auf 6.000 Legehennen und 1.000 Mastschweine pro Durchgang begrenzt.

Tierquälerei: Razzia auf bayerischen Straathof-Betrieben

Auf zwei Sauenbetrieben der Straathof-Strehle GmbH bei Tapfheim undAmerdingen im Kreis Donau-Ries hat die Polizei großangelegte Kontrollen durchgeführt. Beteiligt waren rund 100 Personen, darunter 15 Tierärzteund Beamte der Gesundheitsbehörden.Vier Männern vom „Reichertsweiler Hof“ wird Tierquälerei vorgeworfen.

DBV kritisiert ARD-Filmbeitrag über Gesundheitswirkung der Milch

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat einen Beitrag des ARD-Morgenmagazinsvom 16. Juni kritisiert, in dem in dieser Woche über die gesundheitlichen Eigenschaften von Trinkmilch in irreführender Weiseberichtet wurde. Wissenschaftsjournalist Wilfried Bommert spekuliert, wie gesundheitsschädlich Milchtrinken sein könnte

WWF-Studie – Lebensmittel für die Tonne
82 Kilogramm Lebensmittel landen in Deutschland pro Person und Jahr aufdem Müll. Die Umweltorganisation WWF hat untersuchen lassen, wo und warum die Abfälle genau entstehen und was gegen die Verschwendung zutun ist.
Papst Franziskus – Umwelt-Enzyklika markiert Kehrtwende

Mit seiner Umwelt-Enzyklika „Laudato Si“ leiste der Papst Erstaunliches,sagte Nachhaltigkeitsforscher Felix Ekardt im DLF. Interessant sei, ob sich als Konsequenz jetzt auch die Investmentpolitik des Vatikan ändernwerde und ob in einem katholischen Land wie Polen weniger klimaschädliche Energieträger eingesetzt würden.

Wieder Groß-Razzia in Straathof-Betrieben

Straathof bleibt im Visier der Behörden: Gestern durchsuchten rund 100Einsatzkräfte die Zuchtbetriebe des Schweine-Imperiums im schwäbischen Landkreis Donau-Ries. Es bestehe der Verdacht auf Verstöße gegen denTierschutz.

Gentechnik: Zukunft ist heute
Inden Biolaboren dieser Welt passieren die seltsamsten Dinge. Schweine werden humanisiert, Fische zum Leuchten gebracht. Es scheint fast so,als ob wir das Leben beliebig formen können. Was ist Science-Fiction, was ist Realität?
Ringelschwanzprämie Niedersachsen – Teilnahmebedingungen veröffentlicht

Vor gut zwei Jahren hat Niedersachsens Landwirtschaftsminister ChristianMeyer erstmals die Idee einer „Ringelschwanzprämie“ öffentlich geäußert und dafür bei der EU Fördermittel beantragt. Inzwischen hat die EUgrünes Licht gegeben, so dass diese Förderung nun startet. Es geht dabei um 16,50 € je Schwein. Insgesamt stehen 28 Mio. € für denZeitraum von 5 Jahren für die Tierschutzförderung zur Verfügung – dazu gehört neben anderen Maßnahmen beispielsweise bei Legehennen auch dieRingelschwanzprämie.

 

Vion legt Geschäftsbericht 2014 vor

Gut gerüstet für die Zukunft sieht sich Vion Food. Das geht aus demJahresbericht 2014 hervor, der im Internet unter www.vionfoodgroup.com zur Verfügung steht.

Afrikanische Schweinepest weiterhin eine Bedrohung für Deutschland

Das Risiko einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aus demBaltikum und einzelnen osteuropäischen Staaten nach Deutschland ist hoch, und es ist der Mensch, der dabei als Vektor die entscheidendeRolle spielt. Das wurde auf der Fachtagung „Afrikanische Schweinepest – Auswirkungen, Bekämpfungsmaßnahmen und Prävention“ deutlich, die in dervergangenen Woche vom R+V-AgrarKompetenzZentrum in Mainz veranstaltet wurde.

16,50 Euro für ein intaktes Schweineschwänzchen

Niedersachsen führt zum 1. Juli eine Tierwohlprämie ein. Das Land zahlt denLandwirten 16,50 Euro für jedes Schwein, das mit einem unversehrten Ringelschwanz gehalten wird.

Grüne sind gegen Neuzulassung von Glyphosat

Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wird von Hobbygärtnern undLandwirten genutzt. Das Gift ist laut WHO krebserregend. Die Grünen sind gegen eine weitere Benutzung.

EU-Parlament für strenges Klonverbot

Der Agrar- und der Umweltausschuss des EU-Parlaments haben am Mittwoch demVorschlag der EU-Kommission zum Klonen von Nutztieren und deren Nachkommen zugestimmt. Die Abgeordneten fordern darüber hinaus dasVerbot von Lebensmitteln, Futter und Importen, die im Zusammenhang mit Klonen entstehen.

Neue Regeln für Bioprodukte

Die EU-Agrarminister haben sich am Dienstag in Luxemburg auf einegemeinsame Position bei der Reform der EU-Ökoverordnung geeinigt. Demnach soll es künftig keine Schadstoffgrenzwerte speziell fürBionahrung geben. Zudem sollen regelmäßig Kontrollen stattfinden, ob die Betriebe die Kriterien erfüllen, um das Biozertifikat zu erhalten.

Bundestag lehnt schärfere Regeln für Glyphosat ab

Bericht über die Debatte über Verbot des Wirkstoffs Glyphosat in Unkrautbekämpfungsmitteln vom 19. Juni 2015

 

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