proM.U.T. – Ausgewählte Nachrichten 22. bis 24.05.2015

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Die Auswahl ist subjektiv. Kritisches Lesen wird empfohlen.


 

22. bis 24. Mai 2015

 

Gas-Bohrungen: Wenn Güllekeller reißen

Im niederländischen Groningen zapft der Öl- und Gaskonzern NAM eines der größten Gasfelder der Welt an. Für die Landwirte in der Region ist das zu einem Problem geworden. Bereits im August 2012 rüttelte ein Beben der Stärke 3,6 auf der Richterskala die Gegend um Warffum in den Niederlanden auf.

Abluftreinigungsanlagen: Es geht auch günstiger

Auf dem Forum „Abluftreinigung“, das die DLG am 19. Mai in Hannover durchgeführt hat, diskutierten Vertreter von Genehmigungsbehörden der Landkreise in Deutschland sowie Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Beratung über die Bedeutung von zertifizierten Abluftreinigungsanlagen.

Linke hält Bundesregierung für agrarpolitisches Risiko

„Die schwarz-rote Agrarpolitik sichert den ländlichen Räumen weder Zukunftschancen noch gute Arbeitsbedingungen.“ Das meinte Kirsten Tackmann von den Linken nach der Veröffentlichung des aktuellen Agrarberichts der Bundesregierung.

Wolf und Glyphosat waren MV bei Ministerkonferenz wichtig

Die Umweltminister aller Bundesländer haben diese Woche in Kloster Banz in Bayern ihre Frühjahrstagung abgehalten. Unter anderem standen auch die Themen Wolfsmonitoring und Einsatz von Glyphosat zur Diskussion. Für Mecklenburg-Vorpommern nahm Staatssekretär Dr. Peter Sanftleben teil.

Alarmismus um ESBL-Keime: „Wählt uns, wir schützen Euch!“

Berlin/Hamburg (aho) – Kaum eine Woche vergeht, in der nicht in den Medien eine tödliche Gefahr durch resistente Keime wie ESBL-Bakterien* in und auf Fleisch heraufbeschworen wird. Aktuell berichtet der Spiegel, dass sich auf frischem Hähnchenfleisch aus dem Einzelhandel sehr häufig multiresistente Keime finden lassen.

Salmonellen-Eier aus Bayern: Haben die Behörden weggeguckt?

Es sind ungeheuerliche Vorwürfe, die – sofern sie stimmen – einen Skandalim Skandal bedeuten: 2014 kam es europaweit zu Salmonelleninfektionen nach dem Verzehr von Eiern. Alle Spuren führen zum bayerischenUnternehmen Bayern-Ei von Stefan Pohlmann. Die Behörden ignorierten das offenbar und glaubten dem Firmeninhaber.

Neuer Leitfaden für optimierte Kälberaufzucht

Die Facharbeitsgruppe Rinder des Tierschutzplans Niedersachsen hat einen Leitfaden für eine optimierte Kälberaufzucht verfasst. Darin werden unter anderem Informationen zu Abkalbung, Hygiene, Haltung und Krankheit gegeben, die auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

Eierwirtschaft enttäuscht über pauschale Diffamierung der Legehennenhalter

Entschieden weist die deutsche Geflügelwirtschaft die jüngsten Behauptungen der Verbraucherschutzorganisation foodwatch zurück, wonach es unabhängig der Haltungsform eklatante Missstände in der Legehennenhaltung gäbe.

Foodwatch und Meyer fordern sofortige Agrarwende

Foodwatch hat eine sofortige Agrarwende gefordert. Insbesondere bei denLegehennen garantiere keine Haltungsform die tiergerechte Haltung. Hohe Krankheits- und Sterberaten, Verhaltensstörungen und das millionenfacheTöten männlicher Küken seien in allen Haltungsformen an der Tagesordnung.

Vorerst keine Kennzeichnung von Lebensmitteln aus GVO-Futter

Milch- und Fleischprodukte von Tieren, die mit genverändertem Futter gefüttertwurden, werden auch in Zukunft nicht als solche gekennzeichnet. Das teilt Bundesagrarminister Christian Schmidt in seinem AgrarpolitischenBericht mit. Seinen Informationen nach finde diese Idee „derzeit keine ausreichende Unterstützung“.

Zahl der Betriebsaufgaben halbiert

Die deutschen Bauern geben offenbar wieder seltener ihre Höfe auf. Laut dem neuen agrarpolitischen Bericht der Bundesregierung haben zwischen 2010 und heute 14.100 Betriebe aufgehört, das ist ein Minus von 1,6 %. In den Jahren davor lag der Mittelwert noch bei 3 %.

Milde Strafen beim Betrugsfall am Coburger Schlachthof

Im Skandal um den Coburger Schlachthof sind die Urteile gesprochen: Der54-jährige Inhaber eines Fleischbetriebes wurde wegen Betrugs in mehr als 15.000 Fällen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Der frühere Direktor des Schlachthofs und seine Ehefrau sind der Beihilfe schuldig.

Tierschützer wegen Hausfriedensbruch verurteilt

Am 18. Mai standen Tierschutzaktivisten der „Kampagne gegen Tierfabriken Niedersachsen“ in Syke vor Gericht. Sie hatten letzten Sommer Büroräume des Brinkumer Unternehmens D&S besetzt und sich dort angekettet. Nun mussten sie sich dafür nun wegen Hausfriedensbruch vor dem Amtsgericht verantworten.

foodwatch-Studie zu Hühner-Eiern – „Der Verbraucher kann kein garantiert tiergerecht erzeugtes Ei erwerben“

Die Hühner in deutschen Ställen leiden unter starkem Leistungsdruck,erklärte Luise Molling von Foodwatch im DLF. Weil sie jeden Tag ein Ei legen sollen, würden ihre Knochen brüchig. Für den Verbraucher gebe es– auch bei Bio – keine Garantie mehr für artgerechte Tierhaltung.

Mitmach-Aktion: Ihre Meinung zur Düngeverordnung

Seit über zwei Jahren wird über die Düngeverordnung diskutiert und nochimmer sind viele Probleme ungelöst. Nun machen die Bauern mit einer Aktion mobil und sagen Politikern ihre Meinung.

Glyphosat: In Bayern weiter erlaubt

Im Umweltausschuss des bayerischen Landtags war der Einsatz von Glyphosat am Donnerstag ein großes Thema. Die SPD wollte den Einsatz von Roundup im Getreide verbieten.

Bundesjagdgesetz: Bleihaltige Munition soll verboten werden

Ursprünglich sollte mit der Novelle des Bundesjagdgesetzes nur eine Regelungslückegeschlossen werden. Jetzt will der Bundesrat zusätzlich ein Verbot bleihaltiger Munition bei der Jagd durchsetzen.

Frankreich geht gesetzlich gegen Lebensmittelverschwendung vor

Supermärkte müssen künftig nicht verkaufte Nahrungsmittel an karitative Einrichtungen weitergeben

„Nachhaltige Forstwirtschaft erhält die biologische Vielfalt“

„Die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt ist mein Ziel. Dazu wurden bereits zahlreiche konkrete Maßnahmen, zum Beispiel im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik, umgesetzt“, so Schmidt.

Schmidt gegen betriebliche Obergrenzen

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt lehnt Größenvorgaben in der Agrarstrukturpolitik ab.Seine Politik ziele darauf ab, „für alle Betriebe die ökonomische Existenz zu sichern“, sagte der CSU-Politiker bei der Vorstellung des Agrarberichts der Bundesregierung in Berlin. Leitbild sei eine nachhaltig ökologisch tragfähige und gleichzeitig ökonomisch ausgerichtete Landwirtschaft.

 

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