proM.U.T. – Ausgewählte Nachrichten 16. bis 19.04.2015

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Die Auswahl ist subjektiv. Kritisches Lesen wird empfohlen.


 

16. bis 19. April 2015

 

Neyetalsperre: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Landwirt

Nach dem Gülleunglück in der Neyetalsperre zeigt die Strafanzeige desStauseebetreibers EWR Wirkung. Laut der Rheinischen Post ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Hagen gegen den Landwirt, von dessen Hof am 18.März 1700 Kubikmeter Gülle ausgetreten und in die nahegelegene Neyetalsperre geflossen waren.

TTIP: Kein Platz für Kuhhandel oder Kompromisse!

Seit Sommer 2013 verhandelt die EU-Kommission über das Handelsabkommen TTIPmit den USA. Der Bayerische Bauernverband hat dazu in Brüssel deutlich gemacht, dass bei den Verhandlungen kein Platz für faule Kompromisseoder einen Kuhhandel ist. „Im weltweiten Vergleich erfüllt die Landwirtschaft höchste Standards.

Antibiotika-Monitoring: Welche Konsequenzen ergeben sich für die Praxis?
Horstmar (AVA) – Die ersten Kennzahlen zum Antibiotika-Monitoring wurdenkürzlich im Bundesanzeiger veröffentlicht und haben landauf und landab zunächst einmal für Verwirrung und Verunsicherung gesorgt. Gänzlichunübersichtlich wurde es dann, als die QS-GmbH eine Gegenüberstellung der eigenen und der Kennzahlen der HIT-Datenbank in einem Rundschreibenveröffentlichte.
Penisbeißen, Schmerzschreie, Blutungen, Krümmen, mehr Verluste: GravierendeTierschutzprobleme in der Ebermast wissenschaftlich dokumentiert
München (aho) – Was schon seit 2012 wiederholt aus der Ebermast berichtet,durch die Medien mehrfach dokumentiert und von „Tierschützern“ bisher ignoriert wurde, liegt jetzt auch als wissenschaftliche Untersuchungvor: In der Ebermast kommt es zu erheblichen Tierschutzproblemen und zu einer Beeinträchtigung des Tierwohls.
Rukwied: Kein Verständnis für Greenwashing-Kampagne der VW-Autostadt

„Die deutschen Bauernfamilien haben kein Verständnis für die Imagemaßnahmeder VW-Autostadt. Darin werden Landwirte und Bauernfamilien ausgerechnet von der Automobilbranche zu Umweltsündern abgestempelt“,kritisiert DBV-Präsident Joachim Rukwied die empörenden Aussagen der Autostadt-Restaurants.

„Die Bürger akzeptieren keine Riesenbetriebe“

Sachsen-Anhalt will den Kauf von Unternehmensanteilen genehmigungspflichtig machen.Landwirtschaftsminister Dr. Hermann Onko Aeikens erläutert im top agrar-Interview, warum das notwendig ist. So läuft der Bodentransfer inden neuen Bundesländern in sehr starkem Maße über Anteilsverkäufe.

Gerichtsentscheid: Schweinezüchter Straathof darf weiter Tiere halten
Magdeburg (aho) – Das im Jahr 2014 vom Kreis Jerichower Land gegen denumstrittenen niederländischen Schweinezüchter Adrianus Straathof ausgesprochene bundesweite Tierhaltungsverbot war von grünen Politikernals „Befreiungsschlag für Mensch und Tier“ gefeiert worden. Dieses Berufsverbot hat aber das Oberverwaltungsgericht (OVG) Magdeburg ineinem …
Großbrand im Schweinestall: Eine Woche später

Einen Schaden in Millionenhöhe verursachte ein Stallbrand auf einem Hof imfränkischen Bischofsheim. Für die Anzeige der Tierrechtsorganisation PETA gegen den Landwirt gibt es kein Verständnis.

Insekten und In-vitro-Fleisch? So essen wir in Zukunft

Algen-Pizza, In-Vitro-Fleisch und Insekten-Burger online bestellt und tiefgekühltgeliefert – so sollen Menschen 2030 Lebensmittel konsumieren. Eine Zukunftsstudie skizziert das Ess- und Konsumverhalten von morgen.

Saatgutkontrollen: 1,4 Prozent GVO-positiv

Überwachungsbehörden haben auch in diesem Jahr Maissaatgut auf Spuren von gentechnischveränderten Pflanzen untersucht. Mit 1,4 Prozent ist der Wert im Vergleich zum Vorjahr weiter gesunken.

Aufreger: DBV contra Volkswagen

In zehn VW-Restaurants wird folgender Ernährungsweise geworben: „vital -vegetarisch – vegan“. Noch kein Grund zur Aufregung. Die Argumente erhitzen dann aber doch die Gemüter des Bauernverbandes.

Schlachthof soll jahrelang bei Gewichten betrogen haben

Ein Schlachthof im Emsland soll vier Jahre lang systematisch Lieferantenbetrogen haben, berichtet der NDR. Laut Staatsanwaltschaft Osnabrück sollen bei der Zerlegung Fleischteile von den Schlachtschweinenentfernt worden sein, bevor sie für die Abrechnung der Lieferanten gewogen wurden.

Discounter erfinden Argumente, um Preise zu drücken

Der Discounter Aldi hat mal wieder den Rotstift angesetzt. Mit Preissenkungen für Käse hat der Discountriese Aldi zum Wochenbeginn erneut Druck auf die Preise ausgeübt. Die Begründung dafür basiert nachAnsicht des Landvolks aber nicht auf realen Marktdaten.

Staack: Tierwohl heizt Strukturwandel an

Nach Ansicht von ISN-Geschäftsführer Torsten Staack kann niemand sagen, wieder Tierwohl-Stall von morgen aussehen wird. Die Schweinehalter rechnen allerdings mit einem enorm beschleunigten Strukturwandel. Und damitdieser nicht zu einem „Strukturschock“ werde, sei ein Umdenken notwendig.

Neue Statistik: Ammoniak-Emissionen nur auf dem Papier höher!

Kritisch sieht der Deutsche Bauernverband (DBV) Berichte über eine vermeintlicheZunahme der Ammoniak-Emissionen aus der deutschen Landwirtschaft.

ZDF planet e. berichtet über „Das große Ackersterben“

Pro Jahr verschwinden weltweit 20 % der fruchtbaren Böden. Doch im Jahr2050 wollen rund neun Milliarden Menschen ernährt werden. Bahnt sich die bislang größte Agrar-Katastrophe an? Der Frage geht dieZDF-Umweltreihe „planet e.“ am Sonntag, 19. April 2015, 14.45 Uhr, in der Dokumentation „Das große Ackersterben“ nach.

In Fachkreisen längst bekannt: ESBL-Keime auf Importgemüse
In Fachkreisen längst bekannt: ESBL-Keime auf Importgemüse
Landvolk bietet VW-Autostadt Nachhilfe in Sachen Tierhaltung an

Die pauschalen Aussagen der VW-Marketingleute und Küchenchefs der Autostadtzum Thema Tierhaltung und Risiken des Fleischverzehrs haben am Mittwoch verärgerte Reaktionen bei den Tierhaltern ausgelöst. Zwar sind dieentsprechenden Verunglimpfungen inzwischen von der VW-Seite entfernt, einsichtig ist man aber nicht.

Überdüngung ist kein Kavaliersdelikt!

Ein Kommentar von Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer beim Bundesverbandder Energie- und Wasserwirtschaft Der Schutz des Grundwassers erfordert eine konsequente Novelle der Dünge-VO. Durch die intensivelandwirtschaftliche Nutzung in Deutschland sind die Nitratkonzentrationen im Grundwasser regional angestiegen.

Greenpeace demonstriert in McDonalds-Filiale gegen Massentierhaltung

Aus Protest gegen angebliches Billigfleisch bei der Fastfood-KetteMcDonald’s haben Greenpeace-Aktivisten kürzlich in Marktrodach die Fenster der dortigen Filiale mit Plakaten zugeklebt. Die Aussage:“Stoppt genmanipuliertes Futter!“, und: „Stoppt Massentierhaltung!

Tierwohl: Staatssekretärin Flachsbarth für freiwillige Vereinbarungen

In ihrem Grußwort anlässlich der KTBL-Tage 2015 unter dem Leitthema„Herausforderung Tierwohl“ hat Agrar-Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth auf die hohe politische Priorität, die Tierschutz undTierwohl in der Nutztierhaltung für das BMEL haben, hingewiesen.

Studie – Pflanzenschutzmittel und ihre Auswirkungen auf die Gewässer

Pflanzenschutzmittel haben einen großen Anteil daran, dass sich die Weltgetreideproduktionseit den 1950er-Jahren verdreifacht hat. Allerdings können diese Stoffe auch Schaden anrichten. Forscher haben fast 900 Studien aus denvergangenen 50 Jahren ausgewertet, um die weltweite Belastung von Gewässern mit Insektenvernichtungsmitteln abzuschätzen.

Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Flachsbarth für freiwillige Vereinbarungen für mehr Tierwohl

In ihrem Grußwort anlässlich der KTBL-Tage 2015 unter dem Leitthema“Herausforderung Tierwohl“ verwies die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und LandwirtschaftDr. Maria Flachsbarth auf die hohe politische Priorität, die Tierschutz und Tierwohl in der Nutztierhaltung für das BMEL haben.

4 Schritte zur erfolgreichen Umstellung auf Biolandbau

Der Ökolandbau soll stärker wachsen. Seit diesem Jahr bieten alleBundesländer Programme zur Förderung an. Wie die Umstellung auf Bio gelingt und sich auch wirtschaftlich rechnet, dazu sind folgendeSchritte nötig:

Landwirte haben keine Lust zu investieren

Während die Stimmung und die Investitionsbereitschaft der Lanwirte aktuell imKeller sind, ist deren Blick in die Zukunft aber wieder optimistisch. Vor allem Milchbauern sind guter Dinge.

„Wäre die Erde eine Köchin“ – ein Kommentar von Dr. Torsten Staack zum kulinarischen Ablasshandel in der VW Autostadt

Auf seiner Website wirbt der Wolfsburger Autokonzern VW mit einer Lebensmittelphilosophie, in der „Vegetarismus und Veganismus Bewunderung hervorruft“,  für einen Restaurantbesuch in der Autostadt. DerMitarbeiter vom Fließband greift in seiner Mittagspause hingegen bevorzugt zum günstig produzierten Verkaufsschlager der VW-Kantine, derhauseigenen Currywurst. Soweit so gut. Womit VW seine proklamierte Überzeugung für eine bewusste Ernährung mit wenig Fleisch undvorzugsweise vegetarischen und veganen Gerichten allerdings begründet, kommt der Doppelmoral vom Wasser predigen, aber Wein saufen gleich.

Zielscheibe konventionelle Landwirtschaft: Von Ammoniak und anderen Klimaschädlingen

Noch ist die Antwort auf eine Anfrage der grünen Bundestagsfraktion an dieBundesregierung gar nicht veröffentlicht, aber der NDR hat sie schon: Die Ammoniak-Belastungin Deutschland lägen um 17 bis 22 Prozent überden bisher berechneten Werte. Schuld seien Düngung und vor allem die Tiermast.

Barcode-Kennzeichung bei Gen-Lebensmitteln

hib 190/2015, Barcode-Kennzeichung bei Gen-Lebensmitteln

Niederlande: Wildenten tragen niedrigpathogene Influenzaviren in Freilandhaltungen ein
Lelystad (aho) – Wildenten sind nach einer Untersuchung der Universität Wageningen für den Eintrag niedrigpathogener Vogelgrippeviren in Legehennen-Freilandhaltungen verantwortlich. Die Wissenschaftler hatten Freilandhaltungen mit (40) und ohne (81) einen Ausbruch der Vogelgrippe in der Vorgeschichte verglichen.

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