proM.U.T. – Ausgewählte Nachrichten 19.05. -25.05.2014

 


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Die Auswahl ist subjektiv. Kritisches Lesen wird empfohlen.


 

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Samstag, Sonntag, 24. und 25.05.2014


Agrarexperten im Meinungsdialog über Landwirtschaft gefordert

Die Mischfutterindustrie muss sich in die öffentliche Diskussion um die Nutztierhaltung in Deutschland einbringen und sich für die Tierhalter einsetzen. Das wurde auf der Regionalgruppenversammlung Nord-Ost des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT) in Hamburg deutlich.

 


Öffentliches Interesse an der Landwirtschaft ist wichtig

Das Interesse der Menschen an ihren Lebensmitteln, an deren Qualität und Sicherheit und an der Vielfalt von bio bis konventionell ist „gut so“. Die Landwirtschaft brauche diese Anteilnahme, um ihrem gesellschaftlichen Auftrag gerecht werden zu können.

 


EU-Prüfer: Wasserschutz stärker in der Agrarpolitik verankern

Der Wasserschutz ist bislang in der Agrarpolitik nicht ausreichend berücksichtigt. Das ist die Auffassung des Europäischen Rechnungshofs. In einem jetzt veröffentlichten Bericht stellen die EU-Prüfer fest, dass die EU bei der Integration der Ziele der Wasserpolitik in die GAP nur einen Teilerfolg verbuchen könne.

 


Baden-Württembergs Jagdrecht eine „gute Chance“

Baden-Württembergs Landesbeauftragte für den Tierschutz, Dr. Cornelie Jäger, sieht in dem Anfang April von der Stuttgarter Landesregierung vorgelegten Jagd- und Wildtiermanagementgesetz eine „gute Chance“, zu einem modernen und zeitgemäßen Verständnis von Jagd zu kommen.

 


Insektizide unschuldig am Bienensterben?

Wende in der Existenzkrise der Blütenbestäuber? Die europaweit geächteten Nikotinoide sind nach einem Gutachten der Royal Society weniger gefährlich als gedacht. Und der milde Winter hat zumindest den Honigbienen geholfen.

 


Slow Food: Du bist, was du isst

Auf der Jagd nach authentischen Genüssen: Der Verein Slow Food in Hannover setzt beim Essen und Einkaufen auf Qualität. Es zähle der Wert – nicht der Preis von Lebensmitteln .

 


Bundesrat beschließt Neuregelungen für Gülle-Anlagen

Berlin – Der Bundesrat hat gestern beschlossen, JGS-Anlagen mit in die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen aufzunehmen.

 


Dürfen wir Tiere nutzen?

Die Nutztierhaltung hat – egal in welcher Form – keine Zukunft. Eine Abkehr von ihr ist der einzige gerechte und sinnige Weg. Diese radikale Meinung vertritt die Tierrechtlerin, Philosophin und Veganerin Hilal Sezgin in ihrem Buch „Artgerecht ist nur die Freiheit: Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen“.

 


Landwirte wollen Nährstoffverluste vermeiden

„Echte Erfolge zum nachhaltigen Nährstoffmanagement basieren nicht auf politischen Entscheidungen, sondern im täglichen Handeln unserer Landwirte.“ Mit dieser Aussage warb Werner Hilse für praxisnahe Entscheidungen der Landespolitik für einen vorsorgenden Grundwasserschutz.

 


Katholikentag und Landwirtschaft

Es ist das größte Treffen der katholischen Laien in Bayern seit 30 Jahren: der Katholikentag 2014 in Regensburg. Unter dem Motto „Mit Christus Brücken bauen“ treffen sich vom 28. Mai bis 1. Juni über 30.000 Dauergäste und mehrere zehntausend Tagesteilnehmer in der Donaustadt. An den fünf Tagen werden über 1.

 


Brandenburg stockt Förderung des Ökolandbaus auf

Die Förderung des Brandenburger Ökolandbaus soll in der neuen EU-Förderperiode 2014 bis 2020 um gut ein Drittel aufgestockt werden.

 

Montag, 19. bis Freitag, 23.05.2014


Mindestlohn in der Fleischwirtschaft kommt

Der Bundesrat hat am Freitag den Weg für einen allgemeinverbindlichen Mindestlohn in der Fleischwirtschaft freigemacht. Er stimmte dem vom Bundestag beschlossenen Gesetz zur Änderung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes zu, das nun dem Bundespräsidenten zur Unterschrift vorgelegt wird.

 


Eilmeldung: Bundesrat lehnt Länderöffnungsklausel ab

Die Länderkammer hat in ihrer heutigen Sitzung die umstrittene Änderung des Baugesetzbuches abgelehnt. Neue Mindestabstände zwischen Häusern und Windrädern seien überflüssig und kontraproduktiv für die Energiewende.

 


Brüssel: ‚Nein zur Verkürzung der Tiertransportzeiten‘

Brüssel – Die Europäische Kommission plant derzeit keine Rechtsvorschläge zur weiteren Verringerung der Tiertransportzeiten. Allerdings ist die Forderung nach acht Stunden nicht vom Tisch.

 


gv-Mais: Bundestag ist für nationale Anbauverbote

Berlin – Die Bundesregierung soll sich auf EU-Ebene für nationale Anbauverbote von gv-Pflanzen, also die sogenannte Opt-Out-Regelung, einsetzen. Das hat der Bundestag gestern Abend beschlossen.

 


Greening-Paket endgültig verabschiedet

Berlin – Gegen 21:40 Uhr war es soweit. Mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD wurde gestern im Bundestag das Direktzahlungen-Durchführungsgesetz beschlossen.

 


Eier aus Käfighaltung bleiben gefragt

In Zukunft sollen nicht nur die „normalen“ Eier für private Haushalte gekennzeichnet werden, sondern auch Produkte, in denen Eier verarbeitet wurden. Mit dieser Forderung liegen die Länderagrarminister mit dem Landesbauernverband aus Niedersachsen auf einer Linie. Seit dem 1.

 


Neues Landesjagdgesetz in Schleswig-Holstein beschlossen

Die Jäger in Schleswig-Holstein müssen ab April 2015 ohne bleihaltige Munition auskommen. Das ist der Kernpunkt des neuen Landesjagdgesetzes, das der Kieler Landtag mit den Stimmen der Koalitionsparteien SPD, Grüne und Südschleswigscher Wählerverband kürzlich beschlossen hat.

 


Neuregelungen für Jauche- und Gülleanlagen nicht erforderlich

Vor der morgigen Sitzung des Bundesrates am 23.5.2014 appelliert Bundesminister Schmidt an die Bundesländer, unnötige zusätzliche Belastungen für die Landwirte abzuwenden.

 


Nachhaltiges Wirtschaften mit erneuerbaren Ressourcen

Gestern Abend haben in Berlin Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Umweltverbänden über die Chancen und Potenziale von nachwachsenden erneuerbaren Ressourcen diskutiert.

 


Fehlender Bestandsschutz für JGS-Anlagen forciert Strukturwandel

Der Bundesrat berät heute über weitere Verschärfungen für Anlagen, die zur Lagerung von Jauche, Gülle und Silagesickersaft (JGS-Anlagen) dienen. Sollten die Bundesländer dabei dem Votum der Ausschüsse folgen, werde der Bestandsschutz für einige hunderttausend Güllebehälter ausgehöhlt, warnt der Bauernverband.

 


Greening-Kompromiss in trockenen Tüchern

Das Direktzahlungen-Durchführungsgesetz ist beschlossen. Buchstäblich in letzter Minute und nach teilweise heftigen Auseinandersetzungen erzielten Union und SPD eine Einigung. Der Bundestag hat das Gesetz am Donnerstag verabschiedet.

 


Tierhaltung von morgen: Was will die Gesellschaft?

Welche Erwartungen stellt die Gesellschaft an die landwirtschaftliche Nutztierhaltung der Zukunft und wie reagiert die Landwirtschaft darauf? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Mittwoch die Frühjahrstagung der Agrarsozialen Gesellschaft in Münster.

 


Sendehinweis: NDR „45 Minuten“-Dokumentation zum Thema Schweinehaltung

Am Montag, 26.05.2014 um 22.00 Uhr beschäftigt sich das NDR-Dokuformat „45 Minuten“ mit dem Thema Schweinehaltung.
Laut Ankündigungstext will die 45 Min Dokumentation mit dem Titel „Armes Schwein?“ herausfinden, ob es den Schweinen hierzulande wirklich elend geht. Wenn Tausende Tiere auf einem Großbetrieb leben, müssen sie dann zwangsläufig auch leiden?

 


Niederlande und Dänemark wollen mehr Tierschutz in der EU

Um die Tierschutzbestimmungen in der Europäischen Union zu vereinheitlichen und zu verschärfen, wollen die Niederlande und Dänemark künftig an einem Strang ziehen.

 


Initiative-Tierwohl: Edeka muss endlich Farbe bekennen!

Im September 2013 erklärten die Macher der Initiative Tierwohl voller Stolz, dass die ersten Tierwohl-Gelder bereits im Sommer 2014 fließen würden. Jetzt ist bald Sommer und ein Starttermin noch lange nicht in Sicht. Stattdessen wird hinter den Kulissen heftiger gerangelt denn je. Vor allem Edeka schießt quer.

 


Ostfriesland: Die Gänse fressen das Grünland kahl

Ostfriesland gehört zu den größten Milchviehregionen Deutschlands. Hier wird viel Milch in Familienbetrieben produziert. Doch immer stärkere Bewirtschaftungsauflagen und auch die Wildgänse machen den Betrieben zu schaffen.

 


Schweinehaltung transparent machen

„Öffnen Sie sich, machen Sie Ihre Schweinehaltung für die Öffentlichkeit und Journalisten transparent. Zeigen Sie, dass Sie nichts zu verbergen haben. Nur so können Sie das Misstrauen, das die Presse zurzeit der gesamten Branche entgegenbringt, dauerhaft reduzieren“, riet der freie Journalist Jan-Philipp Hein.

 


Borkener Grüne fordern Gülleabnehmererlass und holländische Gülleregelung

Die Grünen im Kreis Borken sprechen sich in ihrem Kreistagswahlprogramm für einen Gülleabnehmererlass sowie eine modifizierte holländische Gülleregelung für Milchviehbetriebe aus.

 


Schlachthof-Mitarbeiter als „Tiere“ beleidigt?

In einem Tochterunternehmen des Cloppenburger Fleischproduzenten Sprehe soll es zu üblen Beschimpfungen gekommen sein. Die Angestellten sollen als „Tiere“ tituliert worden sein.

 


Landwirtschaft – Insekten als Viehfutter
Bis zum Jahr 2050 soll der Fleisch- und Fischkonsum der Weltbevölkerung um 70 Prozent steigen. Das Problem: Eiweißreiches Futter aus Soja oder Fischmehl für Vieh und Fische ist heute schon knapp. Eine vielversprechende Option sind da massenhaft produzierte Fliegenlarven.

 


Nitratbericht: EU-Mahnschreiben wegen ungenügender Daten?

Ist die geringe Zahl an Messdaten und die Auswahl der Messorte Schuld am Mahnschreiben der EU wegen erhöhter Nitratwerte im deutschen Grundwasser?

 


Neue Regeln für Glyphosat-Einsatz

Neue Anwendungsbestimmungen für Pflanzenschutzmittel mit Glyphosat: Ab sofort wird der Wirkstoffaufwand pro Jahr stärker begrenzt und die Spätanwendung in Getreide eingeschränkt.

 


Kriterien zur „Initiative zum Tierwohl Geflügel“ verabschiedet

Berlin – Die „Initiative zum Tierwohl Geflügel“ der deutschen Geflügelhalter hat einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht.

 


Brüssel plant keine Verringerung der Tiertransportzeiten

Die Europäische Kommission plant derzeit keine Rechtsvorschläge zur weiteren Verringerung der Tiertransportzeiten.

 


EU-Fleisch in Drittländern weniger gefragt

Die Fleischexporteure der Europäischen Union haben im ersten Quartal 2014 spürbar weniger Ware in Drittländer verkaufen können als in der entsprechenden Vorjahreszeit. Aktuellen

 


Antibiotikadatenbank: Kleine Mastbetriebe brauchen nicht melden

Kleinere Mastbetriebe sollen von den Mitteilungspflichten ausgenommen werden, die mit der Novelle des Arzneimittelgesetzes auf die landwirtschaftlichen Tierhalter zukommen.

 


Sauen- und Mastschweineställe pachten: Welcher Preis ist angemessen?

Durch die verschärften Bedingungen im Baurecht sind Baugenehmigungen in jüngerer Vergangenheit deutlich aufwendiger und teurer geworden.

 


Europaweite Blockupy-Aktionstage: Tierschützer ketten sich fest – Mega-Schlachthof mehr als fünf Stunden lahmgelegt

Im Rahmen der europaweiten „Blockupy-Aktionstage“ haben Tierschutzaktivisten am Montag den Mega-Schlachthof in Wietze (Kreis Celle) mehr als 5 Stunden lahmgelegt. Mehre Aktivisten hatten sich in teils aufwändigen Verfahren an ein Auto, einen Sattelschlepper und an einer Betontonne gekettet, so dass die Lastwagen mit schlachtreifen Hähnchen nicht auf das Gelände kommen konnten.
In der Anlage werden nach Medienberichten wöchentlich rund 2,6 Millionen Hähnchen geschlachtet.

 


Endokrine Disruptoren: Industrieinteressen statt Gesundheitsschutz?

Die europäische Pestizidverordnung sieht eine strenge, gefahrenbasierte Regelung für endokrin wirksame Pestitzide vor. Wie der Informationsdienst ENDS Europe berichtet, will das Gesundheitsdirektorat der EU-Kommission diese Vorschriften aber abschwächen.

 


EU-Rat nimmt Forststrategie an

Am Montag hat der Rat der Europäischen Union die Forststrategie der EU-Kommission angenommen. Gleichzeitig verweist er auf die Rolle von Wäldern für eine ökologische Wirtschaft.

 


Vereinfachung der Umweltverträglichkeitsprüfung für Projekte
Am 15. Mai 2014 ist die Revision der Richtlinie zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) in Kraft getreten. Dadurch soll Abschätzung möglicher Umweltauswirkungen von Projekten vereinfacht und der Schutz der Umwelt sowie die Rechtsicherheit von Unternehmen verbessert werden.

 


Handbuch zur EU-Luftreinhaltepolitik

„Luft ist für die Menschen lebensnotwendig. Wir haben das Recht, saubere Luft zu atmen.“ So hatte EU-Umweltkommissar Janez Potočnik Ende Dezember 2013 klar Stellung bezogen. Aber was tut die Europäische Union wirklich, um dieses Recht zu gewährleisten?

 


Aktuelle Untersuchung: Lebensbedrohende Keime in Wurstwaren

MRSA und ESBL sind die Kürzel die immer mehr in den Fokus der Verbraucher rücken.

Diese Bakterien – di e mittlerweile über 6 Millionen Menschen in Deutschland in sich tragen – haben Resistenzen gegen fast alle Antibiotika gebildet und bedrohen somit das Leben vieler Menschen; speziell Alte und Junge sind betroffen und besonders, wenn  eine Vorerkrankung vorliegt. Neueste Untersuchungen belegen besorgniserregend, dass bei normalen Wurstwaren fast durchgängig die resistenten Keime gefunden wurden.
Und eine der Ursachen für die Antibiotikaresistenzen – die pro Jahr allein in Deutschland zwischen 15.000 und 30.000 Menschen das Leben kostet – ist die Massentierhaltung, weil dort fast durchgängig die Tiere mit Antibiotika behandelt werden. In diesem Zusammenhang muss daran erinnert werden, dass diese Antibiotika neben der Heilung von Erkrankungen bei den Tieren auch Leistungssteigernd in Richtung von schnellem Muskelwachstum wirken (was natürlich verboten ist).

 


“Die Angst der Mäster” – ein Kommentar von Michael Hettwer

Einen sehr interessanten Artikel über die Zusammenhänge zwischen Massen-tierhaltung und dem Problem der Gülle hat heute (20.05.2014) die taz unter dem Titel “Kampf um die Gülle – Die Angst der Mäster” veröffentlicht.
Der Journalist Andreas Wyputta schildert sehr verständlich den Spagat der Mäster zwischen minmalsten Gewinnmargen bei der industriellen Tiermast und der Problematik bei der Entsorgung der Gülle.
Das dem Bauernverband das Wort “Massentierhaltung” missfällt,  ja, dass es Massentierhaltung laut Bauernverbandsboss Rukwied gar nicht gibt, zeugt davon, dass die Standesvertretung der Landwirte die gesellschaftliche Dis- kussion um die agroindustrielle Landwirtschaft und der von ihr propa-gierten Massentierhaltung nicht wahrnimmt – oder nicht wahrnehmen will bzw. kann.

 


Hähnchenmast unrentabel? Sogar die Landwirtschaftskammer warnt

Unter der Überschrift “Hähnchenmast: Lohn es sicht überhaupt noch?” berichtet agrgarheute.com aus dem der Agrarindustrie nahe stehendem DLV-Verlag über die augenscheinlich desaströse Ertagssituation der agroindustriellen Hühnermäster.
Nach Erhebungen der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen konnten etliche Hühnermäster nicht einmal die festen Kosten und auch nicht die Arbeitskosten decken.
Ursachen sind laut LWK-Bericht der stagnierende Konsum von Geflügel-fleisch und stark gestiegene Futtermittelpreise.
Als Konsequenz aus dieser negativen Lage empfiehlt die Landwirtschafts-kammer Niedersachsen “den Einstieg in den Betriebszweig Hähnchenmast mit allen Vor- und Nachteilen genauso ausführlich zu überlegen, wie den Einstieg oder die Ausweitung anderer Betriebszweige”.