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NEWS  pro M.U.T.  Verein für Menschen, Umwelt, Tiere e.V. Nachrichten

Dezember 2012


  • Kein Grund zum feiern  - Ein schwarzer Tag für Tiere -
  • CDU/CSU, FDP gegen verbesserte Haltungsbedigungen für Puten
  • Antibiotika-Resistenz: Parlament fordert Sofortmaßnahmen
  • Fleisch-Industrie: Unterkunft wird verbessert






14. Dezember 2012 top agrar online, proM.U.T. e.V.
Bundestag beschließt "Tierschutzgesetz"
Kein Grund zum feiern
 - Ein schwarzer Tag für Tiere -

Der Bundestag hat gestern mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP das neue "Tierschutzgesetz" beschlossen. Der ursprüngliche Entwurf von Landwirtschaftsministerin Aigner wurde dabei an den wesentlichen Punkten durch die Regierungskoalition gekippt. Hier einige Höhepunkte des neuen Gesetzes:


Ein nachhaltig und verantwortungsvoll weiterentwickeltes Tierschutzgesetz, nennt das 
der Vorsitzende des Agrarausschusses, Hans-Michael Goldmann (FDP). Sein CDU-Kollege Dieter Stier hält strengere Tierschutzstandards für wirtschaftlich nicht vertretbar und "ein Kniefall vor der Agrarindustrie und den Pferdezüchtern" meinen die Grünen. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Lindemann reagiert "kämpferisch"" und will in Niedersachsen an seinem Tierschutzplan orientierte praxisrechte Lösungen umsetzen sobald sie gefunden sind, ohne auf die Termine des Bundes zu warten. "Neues Tierschutzgesetz bringt weniger statt mehr Tierschutz.", sagt der Bundesverband der praktizierenden Tierärzte (bpt) und die Bundestieräzrtekammer teilt mit, die Gesetzesnovelle sei "in vieler Hinsicht enttäuschend und völlig unzureichend". "Millionen Tiere bleiben weiter schutzlos.", ist das Fazit des Deutschen Tierschutzbundes.

Aus unserer Sicht ist der gestrige Beschluss des Bundestages ein "Schwarzer Tag" für die Tiere, verursacht durch eine mutlose, der Agrarindustrie hörige Regierungskoaliton, die ihre eigene Landwirtschaftsministerin bloßstellt.
Ob das Kalkül von CDU/CSU und FDP bei der Landtagswahl im Januar 2013 in Niedersachsen wohl aufgeht? Sicher nicht, wenn all die 
in der agrarindustriellen Massentierhaltung geschundenen Tiere ein "Wahlrecht" hätten.

"Tierschutzgesetz" 
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Neues Tierschutzgesetz: Kritik von allen Seiten KLICK für mehr Informationen
Beitrag von Christina Hucklenbroich, Tierärztin und Redakteurin im Ressort Natur und Wissenschaft der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:







12. Dezember 2012 Deutscher Bundestag, proM.U.T. e.V.
CDU/CSU und FDP gegen verbesserte Haltungsbedigungen für Puten
- Grüne, SPD und Die Linke stimmen dafür -

Der Landwirtschaftsausschuss hat heute einen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen zur Verbesserung der Haltungsbedingungen für Puten mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP gegen die Stimmen der SPD, Die Linke und Grünen abgelehnt. Die Bundesregierung war aufgefordert worden, eine Haltungsverordnung für Puten vorzulegen, die „verbindliche Vorgaben für eine art- und bedürfnisangemessene Haltung“ schafft. Rund 11,5 Millionen Puten würden in Deutschland gehalten, doch die Haltung der Tiere bleibe durch den Gesetzgeber nach wie vor ungeregelt, kritisierten die Grünen. Es sei zu lange auf freiwillige Vereinbarungen innerhalb der Wirtschaft gesetzt worden.

Damit fällt auch diese Abstimmung im Landwirtschaftsausschuss genau so aus, wie kürzlich das Votum zur Novellierung des Tierschutzgesetzes.
CDU/CSU und FDP blockieren in beiden Fällen Verbesserungen des Tierschutzes - bei der Novelle des Tierschutzgesetzes (um nur ein Beispiel zu nennen) die Einführung das Verbandsklagerechts für anerkannte Tierschutzverbände und bei der Putenhaltung eine bisher völlig fehlende tierartspezifische Rechtsvorgabe. Leider wieder zwei verpasste Chancen.


Landwirtschaftsausschuss lehnt Antrag zur Putenhaltung ab
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Der Antrag der Grünen. Haltungsbedingungen für Puten verbessern KLICK für mehr Informationen
Agrarausschuss beschließt Tierschutznovelle KLICK für mehr Informationen





11. Dezember 2012 EU-Parlament
Antibiotika-Resistenz:
Parlament fordert Sofortmaßnahmen

Bakterien, die gegen antimikrobielle Wirkstoffe resistent sind, führen in der EU, in Island und in Norwegen zu 25.000 Todesfällen pro Jahr. In einer Entschließung, die das Parlament am Donnerstag verabschiedet hat, fordert es als Sofortmaßnahmen die Entwicklung neuer Wirkstoffe, die umsichtige Verwendung bestehender Mittel und die Verbesserung der Tierhaltung.
Die Abgeordneten warnen davor, dass eine Vernachlässigung des Problems sogar einen Rückfall ins sogenannte vor-antibiotische Zeitalter zur Folge haben könnte und fordern Leitlinien für den umsichtigen Einsatz von Antibiotika, um deren unnötige Verwendung in der Human- und die Veterinärmedizin, Landwirtschaft und Aquakultur zu senken. Die nicht-bindende Entschließung wurde mit 588 Stimmen verabschiedet, bei 16 Gegenstimmen und 23 Enthaltungen!
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Wortlaut der Entschließung KLICK für mehr Informationen





06. Dezember 2012 NDR, proM.U.T. e.V.
Fleisch-Industrie: Unterkunft wird verbessert

Unter dieser irreführenden Überschrift berichtet der NDR über die katastrophalen Lebens- und Unterbringungsbedingungen der größtenteils osteuropäischen Arbeitnehmer in der Fleischindustrie (Schlachthof etc.). Löhne teilweise deutlich unter fünf Euro die Stunde, kaum vorstellbare Wohnverhältnisse mit vielen Leuten eng an eng, dazu Drohungen bis hin zu Gewalt, heißt es ist dem Bericht.
Was soll man von Unternehmen erwarten, die lebende Tiere auf Gegenstände zur Gewinnmaximierung reduzieren. Einen verantwortungsvollen Umgang mit ihren Mitarbeitern jedenfalls offensichtlich nicht.

Zum NDR Bericht
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Ergänzend: NDR, 10.12.2012
Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) will das Unternehmen VION aus dem Landkreis Cloppenburg seine deutschen Schlachter durch billigere rumänische Arbeitskräfte ersetzen. Die NGG befürchtet Lohndumping und will heute noch einmal mit VION verhandeln, um eine Lösung zu finden.
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