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NEWS  pro M.U.T.  Verein für Menschen, Umwelt, Tiere e.V. Nachrichten

Oktober 2012


  • Zweistufiges Tierschutzlabel
  • Natürlich wieder ein Einzelfall - PeTA
  • Tierärzte gegen Massentierhaltung und Agrarindustrielobby
  • Anhörung zur Novelierung des Tierschutzgesetzes
  • BIO für 9 Milliarden
  • Nach Superkeimen nun auch Superunkräuter?
  • Neuausrichtung der Umweltpolitik
  • Kleine Anfrage der Grünen: Antibiotika
  • Heile Wiesenhof Antibiotikawelt in Bayer







23. Oktober 2012 Deutscher Tierschutzbund
Zweistufiges Tierschutzlabel
Stallzertifizierungen beginnen - 2013 Verkaufsstart
Ab 2013 wird es erstmals Produkte mit dem zweistufigen Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes geben. Der Verband vergibt das Tierschutzlabel für Fleisch und Fleischerzeugnisse - zunächst für Produkte von Masthühnern und Mastschweinen - in einer Einstiegs- und einer Premiumstufe. Aktuell findet die Zertifizierung der Höfe statt, die sich bereits beworben und entsprechend der Label-Kriterien umgestellt haben. Das Label steht jedem Unternehmen auf Antrag zu, das die Kriterien der jeweiligen Stufe erfüllt.

Fragen/Antworten zum neuen Tierschutzlabel

Interview mit dem Präsidenten des DTB (Stuttgarter Zeitung)




23. Oktober PETA
"Leid und Grauen in Friesoythe"
Natürlich wieder ein Einzelfall


Puten ohne Betäubung brutal getötet. Schwer zu ertragende Bilder  und unfassbare Zustände, die mit Worten kaum zu beschreiben sind.







22. Oktober 2012 BIM
Tierärzte gegen Massentierhaltung und Agrarindustrielobby
   
Mehr als 50 Tierärztinnen und Tierärzte haben sich in einem neu gegründetem Tierärztlichen Forum für verantwortbare Landwirtschaft auf ein Positionspapier zum Thema Massentierhaltung verständigt.
Die Fachleute sprechen sich ganz eindeutig gegen die Massentierhaltung aus und weisen auf die erheblichen Gefahren für Menschen, Umwelt und Tiere hin.
Dass man die eigenen berufsständischen Vertretungen zu einer Abkehr ihrer derzeitigen Positionen und u.a. zu mehr Distanz zu den Lobbyisten der Agrarindustrie auffordert, zeugt davon, dass diese Standesorganisationen augenscheinlich viel zu lange die Standpunkte der Agrarindustrie unkritisch übernommen haben.
Den Wortlaut des Positionspapiers des Tierärztlichen Forums für verantwortbare Landwirtschaft lesen Sie hier.






17. Oktober 2012 Deutscher Bundestag
Anhörung zur Novellierung des Tierschutzgesetzes

"Novellierung des Tierschutzgesetzes" lautet das Thema einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am Mittwoch, 17. Oktober 2012. Acht Sachverständige stellen sich den Fragen der Abgeordneten. Sie wird live im Internet auf www.bundestag.de und auf mobilen Endgeräten übertragen. bundestag.de


Dokumente und Stellungnahmen zur Anhörung hier

Wiederholungen der Übertragung der Anhörung:
Freitag, 19.10.2012 um 18.15 Uhr (Parlamentsfernsehen)







16. Oktober arte TV
Fernsehen am Dienstag ARTE 20:15    

Bio für neun Milliarden

Ist die weltweite Hungersnot vermeidbar? Davon ist Marie-Monique Robin überzeugt und zeigt anhand von Beispielen, dass durch eine Umstrukturierung der Lebensmittelkette und eine neue Rolle der Bauern der Lebensmittelkrise entgegengewirkt werden kann.

mehr Infos
KLICK für mehr Informationen und hier KLICK für mehr Informationen







11. Oktober 2012 tpo agrar online, proM.U.T. e.V.
Nach SuperKEIMEN nun auch SuperUNKRÄUTER?

Besteht neben der möglichen Entwicklung von antibiotikaresistenten Superkeimen nun auch die Gefahr der Entstehung von Superunkräutern?
Top agrar online und der Informationsdienst Gentechnik berichten von einer amerikanischen Studie, die Hinweise hierauf gibt.
In den 16 Jahren, in denen US-amerikanische Farmer gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen, hat der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln um 7 % zugenommen. Und wenn die noch auf Zulassung wartenden GVO-Sorten auf den Markt kommen, könnte es noch mehr werden.
Mehr unter folgenden Links
USA: 7 % mehr Pflanzenschutzmittel durch Gentechnik
Informationsdienst Gentechnik
Benbrook: Impacts of genetically engineered crops on pesticide use in the U.S. – the first sixteen years







10. Oktober 2012 Deutscher Bundestag
Sachverständigenrat für Umweltfragen fordert
Neuausrichtung der Umweltpolitik

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat in seinem Umweltgutachten 2012 eine Neuausrichtung der Umweltpolitik gefordert. Einige Kernpunkte des 420-Seiten Gutachtens:

Ziel des Gutachtens ist es, „die Urteilsbildung aller umweltpolitisch verantwortlichen Instanzen in Deutschland zu erleichtern“. Dabei gehe es im Kern darum, schreiben die Wissenschaftler weiter, „ob und wie ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum möglich ist, ohne langfristig globale, ökologische Grenzen zu überschreiten.“

Zum Gutachten:
Umweltgutachten 2012 des Sachverständigenrates für Umweltfragen
Verantwortung in einer begrenzten Welt

Die Kurzfassung (Seite 11 bis Seite 16 des Gutachtens)






10. Oktober 2012 Deutscher Bundestag
Kleine Anfrage der Grünen zur
Beurteilung des Einsatzes von Reserveantibiotika
in der Tiermedizin
, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die Bundesregierung in einer Kleinen Anfrage (17/10907) auf, den im Vergleich zu Schätzungen deutlich höheren Einsatz von Antibiotika in der Tiermedizin zu beurteilen. Außerdem fragen die Grünen, wie die Regierung den Einsatz sogenannter „Reserveantibiotika“ in der Tiermedizin einschätzt.






05. Oktober 2012 proM.U.T. e.V.
Hähnchenmast in Bayern
Heile "Wiesenhof" Antibiotika - Welt
in Bayern?


Interessant und verwirrend zu gleich ist ein Interview auf Bayern 2 mit dem Thema: „Weniger Antibiotika im Stall – Der Hähnchenmäster und sein Tierarzt“.
Vieles was bisher über den massiven Einsatz von Antibiotika in der Hühnermast gesagt und geschrieben wurde, wird hier auf den Kopf gestellt. Oder beschreiben die Mitarbeiter der PHW-Gruppe („Wiesenhof“) in dieser Sendung etwa nur ihre „Heile Welt der Antibiotika“, um das angeschlagene Image des Geflügelkonzerns aufzupolieren?

In der Regel ist es so, dass man am dritten Tag im Betrieb die Kükenqualität beurteilt. An Hand toter Tiere wird festgestellt, woran diese verendet sind und man nimmt Proben.
„Wir machen von jedem Bestand eine bakterielle Untersuchung.“ sagt Geflügelfachtierarzt Franz Aigner. In der Geflügeltierpraxis sei das so üblich. “Wir Tierärzte im Geflügelbereich machen das schon seit Jahren.“ sagt Aigner. So lasse sich feststellen welcher Keim wächst und welche Medikamente wirksam sind. “Wir machen also für jeden Keim auch einen Resistenztest.“ In der Hähnchenmast müsse schnell reagiert werden, man könne nicht warten und auch nicht mit Antibiotika experimentieren. „Das ist also kein Glücksspiel bei uns sondern wirklich systematisches Vorgehen.“ stellt Aigner fest und weiter:“Bei 90% der bayrischen Masthähnchen wird so verfahren.“

Fachtierarzt Franz Aigner leitet bei der Brüterei Süd (einem Tochterunternehmen der PHW-Gruppe, Wiesenhof) den gesamten tiermedizinischen Dienst. Bei ihm laufen die Daten aller akkreditierten Fachtierärzte zusammen, die von Wiesenhof-Vertragslandwirten in Anspruch genommen werden. Dies bedeutet, ein Großteil aller Hähnchen, die in Bayern auf den Teller kommen, stehen unter seiner fachtierärztlichen Beobachtung.

Überraschend stehen auch seine Aussagen zur Anwendung von Antibiotika in einem völligen  Gegensatz zu Untersuchungsergebnissen aus NRW und Niedersachsen stehen. „Eine zweite Behandlung haben wir bei unter 1% der Betreibe bisher machen müssen.“ Dies komme also ganz selten vor und gelte insgesamt für die bayrische Hähnchenproduktion.. Dafür lägen eindeutige Zahlen und Statistiken vor.

In dem Interview des Bayrischen Rundfunks fügt Josef Bachmeier, Geschäftsführer der Brüterei Süd, weitere erstaunliche Zahlen hinzu. Aktuell seien 82,73% aller Schlachtungen ohne jede Behandlung, bei 15,46% wurde eine einmalige Behandlung von 3 Tagen durchgeführt und bei 1,58% gab es zwei Behandlungen.
Die entsprechende Studie aus NRW (Überarbeiteter Abschlussbericht - Evaluierung des Antibiotikaeinsatzes in der Hähnchenhaltung) spricht von über 90% mit Antibiotika behandelten Tieren, durchschnittlich 2,6 Behandlungen und 7,6 Behandlungstagen pro Mastdurchgang.

Diese unterschiedlichen Zahlen sind erklärungsbedürftig.
Und wenn es den Tatsachen entspricht, dass in Bayern zu 90% vor jedem dem Einsatz von Antibiotika in der Hühnermast mikrobiologisches Tests durchgeführt werden, warum dann nicht in allen Bundesländern?









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