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NEWS  pro M.U.T.  Verein für Menschen, Umwelt, Tiere e.V. Nachrichten

Juli 2012


  • Ist die Veredelung perspektivlos?
  • Antibiotikafreie Geflügelmast nur noch pure Ausnahme
  • Regierung: Die Vergabe von Antibiotika fällt in den Ländern unterschiedlich aus
  • Verfassungsklage gegen Massentierhaltung
  • Kein Hühnermaststall in Eimbeckhausen
  • Aigner stellt Gesetzentwurf zum Einsatz von Antibiotika in der Tiermast vor
  • Niederlande verbieten Eingriffe bei Geflügel
  • Die Einstellungen der Europäer zur Ernährungssicherheit, Nahrungsmittelqualität und Landschaft
  • Die Einstellungen der Europäer zur Ernährungssicherheit, Nahrungsmittelqualität und Landschaft
  • Grüne fordern eine Auflistung der für die Risikobewertung tätigen Wissenschaftler
  • Filterpflicht für Agrarfabriken in Niedersachsen
  • "Fleisch ist Mord" 
  • Deutlich weniger Anträge für Tierhaltungsanlagen
  • Antibiotikaeinsatz höher als bisher angenommen
  • Impfstoff produziert zwei neue Virusstämme
  • Geflügeltransporter nach Kollision umgekippt
  • Jede zweite vorverpackte Probe mit Keimen belastet
  • pro M.U.T. fordert Warnschilder im Umkreis von Mastställen
  • Konkrete Vorgaben zur Minimierung des Antibiotika-Einsatzes bei Masthühnern
  • Wiesenhof will täglich 250.000 Hühner schlachten
  • Privilegierung im Außenbereich eingeschränkt
  • Verbandsklagerecht im Kabinett verabschiedet
  • Die vermeidbaren Qualen der Ente PETA zeigt Mastbetrieb in Melle an
  • Antibiotikafreie Geflügelmast  nur noch pure Ausnahme








26. Juli 2012 topagrar.com
Landwirtschaftskammer NRW
Ist die Veredelung perspektivlos?

Vor dem Hintergrund des zu wartenden drastischen Anstiegs der Futterkosten für das laufende Wirtschaftsjahr ist Dr. Frank Greshake von derLandwirtschaftskammer NRW überzeugt, dass sowohl die Investition in Neubauten für die Tiermast (Schweine und Geflügel) als auch die Weiterführung vorhandener Betriebe gut überlegt sein muss.
Greshake ist sicher, dass es künftig schwerer wird für die Tiermastbetriebe. Den Betrieben drohten große Verluste. „Etliche Tierhalter werden überlegen müssen, ob sie das Rennen noch mitmachen wollen oder können“, so Greshake. KLICK für mehr Informationen





25. Juli 2012  bundestag.de
Regierung: Die Vergabe von Antibiotika fällt in den Ländern unterschiedlich aus

Die Grünen hatten Auskunft hinsichtlich neuer Erkenntnisse über die Verwendung von Antibiotika in der Nutztierhaltung verlangt, nachdem Studien zur Antibiotikavergabe aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gezeigt hatten, dass über Gebühr antimikrobielle Substanzen Verwendung finden, die zur Bildung von Antibiotikaresistenzen und zur Ausbreitung multiresistenter Keime beitragen würden. Hier finden Sie die Antwort der Bundesregierung KLICK für mehr Informationen





22. Juli 2012 proM.U.T. e.V.
Verfassungsklage
gegen Massentierhaltung

Mit Schreiben vom 19. Juli 2012 hat der Rechtsanwalt Dr. jur. Christian Sailer aus Marktheidenfeld Verfassungsbeschwerde bei Bundesverfassungsgericht eingelegt. Seine Beschwerde richtet sich "gegen gesetzgeberisches Unterlassen des  Deutschen Bundestags und der Bundesregierung bezüglich der Gesundheits- und Umweltgefahren der Massentierhaltung wegen Verletzung der Grundrechte aus
Art.2, Abs.2 S.1 GG."

Der Antrag von Dr. Sailer an das Bundesverfassungsgericht lautet wie folgt:

1)  Bundestag und Bundesregierung verletzen die Grundrechte  der
Beschwerdeführer aus Art.2 Abs.2 S.1  des Grundgesetzes,  wenn sie keine Vorkehrungen dafür treffen, dass keine weiteren Tierhaltungsbetriebe genehmigt werden,
1.1  in denen nicht die Krankheitsvorsorge durch gesunde Futtermittel und Auslauf, angemessene Besatzdichte und hygienische Bedingungen gewährleistet, dass der Krankenstand der Tiere so niedrig ist, dass der Einsatz von  Antibiotika  die Ausnahme bleibt und nur stattfindet, wenn die Behandlung mit phytotherapeutischen, homöopathischen und anderen Erzeugnissen ungeeignet ist,
1.2  die über keine ausreichenden Weideflächen und über keine
ausreichenden Flächen für die umweltverträgliche Ausbringung von Gülle verfügen,
1.3  die weniger als 50 % des Futters von betriebseigenen Flächen beziehen.
2)  Soweit solche Betriebe bereits genehmigt sind, sind sie zur
Vermeidung von Verletzungen der Grundrechte der Beschwerdeführer aus Art.2 Abs.2  S.1 des Grundgesetzes mittelfristig in Betriebe zu überführen, die unter keine der vorgenannten Merkmale fallen. KLICK für mehr Informationen





21. Juli 2012 NDZ.de Bad Münder/Eimbeckhausen
Antrag zurückgezogen
Kein Hühnermaststall in Eimbeckhausen

Der Landkreis hat der Stadt mitgeteilt, dass der Antragsteller seinen Bauantrag für einen Stall mit 40.000 Hühnern nunmehr zurückgezogen hat.
Nach der Entwicklung eines Bebauungsplanes und einer Veränderungssperre, die vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg für rechtmäßig erklärt wurde, war das Projekt des Investors bereits seit einiger Zeit auf Eis gelegt.





20. Juli 2012  topagrar.com
Aigner stellt Gesetzentwurf zum
Einsatz von Antibiotika in der Tiermast vor

Der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast soll strenger regelt werden als bisher. Dazu hat Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) heute ihren Entwurf zur Änderung des Arzneimittelgesetzes vorgelegt. Die Passauer Neue Presse berichtet,es sei Aigners Ziel, den sorgfältigen Einsatz und verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika zur Behandlung von erkrankten Tieren zu fördern und zu verbessern, um das Risiko der Entstehung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu begrenzen.





18. Juli Niederlande, agrarheute.com
Niederlande verbieten Eingriffe bei Geflügel

Das Kürzen von Schnäbeln sowie die teilweise Entfernung von Kämmen, Zehen, Krallen und Sporen sollte in den Niederlanden ursprünglich schon im Jahr 2001 verboten werden. Die Entscheidung zu diesen Eingriffen an den Tieren wurden aber zunächst bis 2006, dann bis 2011 und zuletzt bis 2021 aufgeschoben.
Jetzt stimmte das niederländische Parlament einem Antrag der Partei für die Tiere zu, wonach operative Eingriffe bei Geflügel bereits ab Januar 2015 unwiderruflich verboten werden. KLICK für mehr Informationen





18. Juli 2012 Europäische Kommission
Spezial Eurobarometer 2012
Die Einstellungen der Europäer zur Ernährungssicherheit, Nahrungsmittelqualität und Landschaft

Das Ziel der gerad veröffentlichten Studie ist es, ein Verständnis für die Erfahrungen und Wahrnehmungen der EU-Bürger in Bezug auf Ernährungssicherheit und Selbstversorgung zu entwickeln.
Darüber hinaus befasst sich diese Studie auch mit Fragen von  Verbraucherprioritäten beim Kauf von Nahrungsmitteln, der Bekanntheit von Gütezeichen sowie der Wahrnehmung des Zusammenhangs zwischen Landwirtschaft und Natur- und Landschaftsschutz. KLICK für mehr Informationen

Nur 71% der Deutschen stimmen laut der Studie der Aussage  "Landwirtschaft ist gut für die Umwelt" zu.
Noch kritischer mit der Landwirtschaft gehen die Menschen  in Frankreich (66%), Niederlande (53%) und Dänemark (43%) ins Gericht.





18. Juli 2012 Grüne, Bundestag
Kleine Anfrage:
Grüne fordern eine Auflistung der für die Risikobewertung tätigen Wissenschaftler

Bei den nationalen deutschen Behörden ist festzustellen, dass die Fachgremien zur Risikobewertung zumindest bezüglich gentechnisch veränderter Organismen (GVO) und Pestiziden sehr einseitig besetzt sind.
So sind z. B. in der Expertenkommission des BfR für die Bewertung von Pflanzenschutzmitteln fünf von 16 Mitgliedern direkt oder indirekt für Hersteller von Pflanzenschutzmitteln tätig. Zwar sind in der Expertenkommission für „genetisch veränderte Lebens- und Futtermittel“ keine Repräsentanten entsprechender Unternehmen vertreten. Dafür wurde jüngst bekannt, dass zahlreiche Wissenschaftler in der Kommission wesentlich engere Beziehungen mit der Gentechnikindustrie und deren Lobbyvereinigungen pflegen, als aus den vorgeschriebenen Veröffentlichungen zu möglichen Interessenkonflikten ersichtlich ist.
Diese Einseitigkeit in der Besetzung der Expertenkommissionen wiegt auch
deshalb besonders schwer, weil keinerlei neutrale oder gar kritische Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft, etwa aus Umweltschutz- oder Verbraucherverbänden, in den Kommissionen vertreten sind.

Grundsätzlich verfügen die nationalen wie europäischen Behörden weder über
die Kompetenz noch über die finanziellen oder technischen Ressourcen zur
Durchführung umfangreicher eigener wissenschaftlicher Risikostudien (z. B.
Fütterungs- oder Anbauversuche). Diese Studien werden daher von den Antragstellern für einen Antrag auf Zulassung durchgeführt bzw. deren Erstellung wird finanziert. Trotz Hinzuziehung zusätzlicher externer Studien basieren die meisten Zulassungsentscheidungen nach wie vor im Wesentlichen auf Daten von den Unternehmen, die von einer positiven Entscheidung am meisten profitieren.
Auf die Antworten der Bundesregierung darf man gespannt sein.
Die Kleine Anfrage als pdf KLICK für mehr Informationen





17. Juli 2012 AbL Pressemitteilung
Filterpflicht für
Agrarfabriken in Niedersachsen

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) weist in einer aktuellen Pressemitteilung darauf hin, dass die niedersächsische Landesregierung demnächst per Erlass, vor allem im Hinblick auf die Keimbelastung der Anwohner, den Einbau von Filteranlagen in großen agrarindustriellen Schweinehaltungsanlagen beschließen will. Für großen Geflügelanlagen ab 40.000 Plätzen sollen demnach zunächst Mindestabstände zur Wohnbebauung (500 bzw. 1000 Meter) vorgeschrieben werden. Die Genehmigungsbehörden sollen diese Auflagen in konkreten Fällen auch bei Tierplätzen von 1.500 Mastschweinen, 560 Sauen, 15.000 Legehennen, 15.000 Puten oder 30.000 Masthühnern einfordern können. 

Trotz Protesten von Landvolk-Vertretern scheine die Landesregierung  entschlossen, diesen Erlass im Interesse von Bürgern, bäuerlichen Betrieben und Umwelt wie geplant in sechs Wochen zu verabschieden. KLICK für mehr Informationen





16. Juli 2012 NDR.de
"Fleisch ist Mord"
haben Tierschützer auf das Dach einer Mastanlage in Peine geschrieben. Der Landwirt sagt, mehrere Hundert Küken seien bei der Aktion vor Stress umgekommen. KLICK für mehr Informationen





16. Juli 2012 agrarheute.com, proM.U.T. e.V.
Emsland:
Deutlich weniger Anträge für Tierhaltungsanlagen

Seit Herbst 2010 gelten im Landkreis Emsland striktere Vorschriften für die Genehmigung von Intensivtierhaltungsanlagen. Gab es 2009 noch 126 Anträge, wurden 2011 nur 46 eingereicht. In diesem Jahr sind es bisher nur 12 Anträge.

Als Gründe für den Rückgang werden insbesondere die seit 2010 geforderten Keimgutachten, Vorschriften zum Brandschutz sowie verschärfte Rahmenbedingungen bei der Stickstoffemission genannt.

Von den bisher eingereichten 50 Keimgutachten haben knapp ein Drittel dazu geführt, dass die beantragten Mastställe nur mit Abluftfiltern genehmigungsfähig sind.
Offenbar wurde bis vor kurzem bezüglich der Ammoniakemissionen und Stickstoffeinträge in Wälder noch zwischen dem eigenen Waldstück des Antragsteller und fremden Wald unterschieden. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Nun führt auch eine Überschreitung des Schwellenwertes beim eigenen Wald zur Versagung der Genehmigung.
Beim Brandschutz findet sich leider kein Hinweis wie dem nds. Baugesetzbuch entsprochen werden soll, dass Maßnahmen für eine "Rettung von Mensch und Tier" im Brandfall seit Jahren vorschreibt, ohne dass sich bisher eine Genehmigungsbehörde wirklich konsequent für die tatsächliche Einhaltung des entsprechenden Paragrafen stark gemacht hätte. KLICK für mehr Informationen





15. Juli 2012 NDR.de, proM.U.T. e.V.
Tierhaltung:
Antibiotikaeinsatz höher als bisher angenommen

Bisher schätzte die Bundesregierung den Verbrauch von Antibiotika in der Nutztierhaltung auf ca. 780.000 kg pro Jahr. Nun geht sie von einer noch deutlich größeren Menge aus. "Wir gehen aber davon aus, dass die tatsächlich eingesetzte Menge noch höher ist", sagte ein Sprecher des Bundeslandwirtschaftsministeriums NDR Info. Wie groß genau soll die Auswertung von Daten, die Pharmahersteller und -händler übermittelt haben, in den nächsten Wochen zeigen.
Die vielen Berichte über den massenhaften Einsatz von Antibiotike hat das Bundesministerium nach eigenen Angaben "mit großer Sorge" verfolgt.
Weiter bereitet es der Bundesregierung Sorge, dass Rückstände von Antibiotika über die Gülle aus Mastanlagen in Böden und damit auch in Gewässer einschließlich des Grundwassers gelangen. Die Aufnahme von Antibiotika-Rückständen durch Nutzpflanzen sei ebenfalls "grundsätzlich möglich". So sind nach Angaben des Ministeriums in Studien 22 pharmakologischen Wirkstoffe in 13 ausgewählten Pflanzenarten nachgewiesen worden. Weitere Untersuchungen und Studien sollen folgen. KLICK für mehr Informationen






14. Juli 2012  Sueddeutsche.de, dradio.de
Neue Gefahr aus Mastställen?
Impfstoff produziert zwei neue Virusstämme

Hühner werden über das Tränkwasser mit Lebendimpfstoffen geimpft, um sie vor Atemwegserkrankungen (wie die von Hühner-Herpesviren verursachte Infektiöse Laryngotracheitis (ILT) zu schützen.
Diese abgeschwächten Lebendimpfstoffe vermehren sich im Hühnerkörper weiter. Nun tauchen in Australien plötzlich zwei neue Virenstämme auf.Sie sind das Ergebnis einer Impfung gegen die ILT. In Australien sind die Hühner mit drei verschiedenen Impfstoffen geimpft worden. Diese abgeschwächten Viren haben sich offenbar miteinander vermischt und so die neuen Stämme hervorgebracht.
Die neue Seuche sei entstanden, weil "verschiedene abgeschwächte Herpesvirus-Impfstoffe in denselben Hühnerpopulationen verwendet wurden", schreiben die Autoren inScience. Es müsse verhindert werden, dass so etwas in Zukunft wieder geschieht. Das sieht man auch am Friedrich-Loeffler-Institut so, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Solche Impfstoffe müssten mit Vorsicht eingesetzt werden, betont Institutsleiter Thomas Mettenleiter, der selbst an ILT-Impfstoffen arbeitet. Um die Entstehung neuer Viren zu verhindern, rät er davon ab, mehrere verschiedene Impfstoffe in derselben Region zu verwenden. Auch sollten diese genau untersucht sein, um mögliche Neuschöpfungen und deren Folgen abschätzen zu können. Das sei bei den ILT-Vakzinen im Tierstall nicht immer der Fall, wohl aber beim Windpockenimpfstoff für den Menschen.
Beitrag der Sueddeutsche.de KLICK für mehr Informationen
Beitrag auf dradio.de KLICK für mehr Informationen





13. Juli 2012 hannoverreporter.de
Geflügeltransporter nach Kollision umgekippt
Auf der A2 in Richtung Berlin ist in der Nacht zum Freitag kurz vor der Anschlussstelle Hämelerwald ein Geflügeltransport mit 9000 Hühnern verunglückt und umgekippt. Viele Tiere sind bei dem Unfall verendet. Zahlreiche überlebende Hühner belagern nun die Autobahn. Auf Anweisung der Polizei wird versucht, das Federvieh von der Autobahn wegzutreiben und dann wieder in Kisten zu verstauen.

Die beiden betroffenen Lkw-Fahrer wurden leicht verletzt und vor Ort ambulant behandelt. Die Polizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. KLICK für mehr Informationen

NDR KLICK für mehr Informationen





12. Juli 2012 Gesundheit Heute
Auch in Österrreich - Keime im Geflügel
Jede zweite vorverpackte Probe mit Keimen belastet

Die Arbeiterkammer untersuchte Geflügel aus zwanzig Wiener Geschäften. Ergebnis: Jede zweite war mit dem gesundheitsschädlichen Darmkeim Campylobacter belastet, eine sogar mit Salmonellen. Positiv zeigte sich nur, dass keine einzige Probe am Ablauftag verdorben war.

Laut einer Aussendung der AK haben die Campylobacter-Keime schon Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt. Die nachgewiesenen Keime waren gegen bestimmte Wirkstoffe aus der Gruppe der Penecilline in neuen von zehn Fällen immun. Auch gegen Antibiotika aus der Gruppe der Chinilone waren sieben von zehn Proben resistent.
Die Arbeiterkammer verlangt deshalb mehr Kontrollen und Maßnahmen gegen den Arzneimitteleinsatz bei Geflügel. Nötig wäre eine lückenlose Erhebung des Antibiotikaeinsatzes in der Gelfügelmast. Derzeit werden laut AK in Österreich 60 Tonnen Antibiotika in der Nutztierhaltung eingesetzt. KLICK für mehr Informationen






10. Juli 2012 proM.U.T. e.V.
pro M.U.T. fordert Warnschilder im Umkreis von Mastställen

Aus großen Mastställen wird häufig, teilweise sogar standardmäßig, die Abluft über leistungsfähige Ventilatoren ungefiltert in die Umgebung geblasen.  Dies ist unzweifelhaft mit erheblichen, zum Teil noch nicht ausreichend erforschten Risiken verbunden, vor denen aus Sicht von pro M.U.T. zu warnen ist. Als Problempunkte benennen wir hier u.a. Bioaerosole und Fein(st)stäube, Keimverbreitung über Luft, Boden, Wasser, Pflanzen und Antibiotikaresistenzen.
pro M.U.T. fordert daher zusammen mit den im Landesnetzwerk Niedersachsen - Bauernhöfe statt Agrarfabriken - zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen die zuständigen Behörden auf, Warnschilder mit Hinweisen auf die gesundheitlichen Gefahren in der Umgebung von Mastställen aufzustellen.


Wir sehen hier eine Pflicht der Behörden im Sinne von Gefahrenabwehr und Vorsorgegrundsatz entsprechend des Bundesimmissionschutzgesetztes speziell gefährdeten Menschen mit Vorerkrankungen (Atemwegserkrankungen, geschwächtem Immunsystem etc.) die Möglichkeit zu geben, diese Gefahrenbereiche an Hand des Warnschildes zu erkennen und gegebenenfalls zu meiden. Unsere Forderungen wurden heute von pro M.U.T. an die Städte Springe und Elze sowie den Landkreis Hildesheim geleitet.
Zur Pressemitteilung KLICK für mehr Informationen






06. Juli 2012 Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV
Antibiotika-Studie offenbart weitere besorgniserregende Ergebnisse
Konkrete Vorgaben zur Minimierung des Antibiotika-Einsatzes bei Masthühnern
Minister fordert Konzepte von Mästergemeinschaften

Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz stellte heute in Schwerin die Ergebnisse der Untersuchungen in Masthähnchen-Betrieben sowie als erstes Bundesland Maßnahmen zum weiteren Vorgehen vor. Ziel der Studie war es, nicht nur den Arzneimittelverbauch zu dokumentieren, sondern die Ursachen für den Einsatz von Antibiotika zu erkennen – und diesen künftig zu minimieren.

Die Ergebnisse der Studie vom Februar/März 2012:

Als Konsequenz soll der "Kükengesundheit" besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Tiere, die schon in diesen Bereich durch unzureichende Bedingungen geschwächt würden, könnten Infektionen nicht mit der eigenen Widerstandskraft bewältigen, erklärte Minister  Backhaus. Zur Minimierung des Antibiotika-Einsatzes gehörten effektive Kontrollen. "Für Mecklenburg-Vorpommer werden wir dieses mit allem Nachdruck angehen", sagte der Minister. Das Monitoring werde zudem auf weitere Bereiche der landwirtschaftlichen Tierhaltung, z.B. die Schweinehaltung ausgeweitet. Eine Auswertung von Daten aus Putenhaltungen läuft derzeit. KLICK für mehr Informationen

pro M.U.T. e.V.:
Immerhin - es tut sich immer mehr. Manchmal bekommt man sogar  den Eindruck, dass zumindest einige Politiker sich des Antibiotikaproblems in der Massentierhaltung wirklich ernsthaft annehmen.
Wenn Küken bereits gesundheitlich so geschwächt  sind, dass sie zu mehr als einem Drittel bereits in den ersten Tagen der Mast Antibiotika benötigen, zeigt das einmal mehr wie katastrophal sich die "Qualzüchtungen" der Tiere auf hohe tägliche Gewichtszunahme zu Lasten ihrer Gesundheit bereits bei Küken auswirkt. Nicht nur die tierverachtende Qualzucht, die Küken und die anschließende Qualmast, sondern das ganze System der industriellen Massentierhaltung ist "krank". Hier hilft nur eine wirklich hoch dosierte über einen ausreichenden Zeitraum durchgeführte Behandlung mit den richtigen Mitteln, auch um eventuellen Resistenzen vorzubeugen.





05. Juli 2012 ndr.de, proM.U.T.
Wiesenhof will täglich 250.000 Hühner schlachten

Ungeachtet ständig neuer Skandale im Umfeld des Konzerns hat der Geflügel-Gigant Wiesenhof bei der Gewerbeaufsicht Hannover eine Genehmigung für die Erweiterung seiner Schlachtanlage in Wietzen im Landkreis Nienburg beantragt. Die sogenannte Verarbeitungsleistung im Wietzener Ortsteil Holte soll von derzeit 140.000 auf 250.000 Tiere pro Tag erhöht werden. Dazu soll die Schlachtung in dem bestehenden Betrieb eingestellt und eine neue Anlage gebaut werden. KLICK für mehr Informationen

Momentan liegen die Antragsunterlagen beim Gewerbeaufsichtsamt und der Samtgemeinde Marklohe öffentlich aus. Bis Anfang August haben Bürger Gelegenheit, schriftliche Einwendungen zu erheben. Einen Monat später wird es dann eine öffentliche Erörterung der Einwände geben. 
Damit wird in nur 60 km Abstand zum gerade erst in Betrieb gegangenen Rothkötter-Schlachthof in Wietze ein weiterer MEGA-SCHLACHTHOF entstehen. Wiesenhof läutet damit die nächste Runde im großen Verdrängungswettbewerb der Branche ein. Zu befürchten ist eine Zunahme des Verkehrs und die Ansiedlung neuer Mastbetriebe in der Umgebung mit einer weiteren Zunahme von Umweltbelastungen, Gesundheitsgefahren für Menschen und noch mehr Tierelend.

Zur Zeit steht das Duell Wiesenhof : Rothkötter 0 :1
Während Wiesenhof die Erweiterung seines Mega-Schlachthofs erst beantragt hat, schlachtet Rothkötter in Wietze bereits seit Monaten. Eine Klage des NABU (in Verbindung mit der BI Wietze) könnte allerdings dazu führen, dass auch Rothkötter zurück auf "Start" muss.





04. Juli 2012 Bundeskabiett
Privilegierung im Außenbereich eingeschränkt

Das Bundeskabinett hat heute den Gesetzentwurf zur Novellierung des Baugesetzbuches beschlossen.
Ein wesentlicher Bestandteil dieser Novellierung sind die Änderungen im § 35 zur Privilegierung des landwirtschaftlichen Bauens im Außenbereich. Zum Schutz des Außenbereichs und der Regelung gewerblicher Tierhaltungsanlagen im Außenbereich sollen diese künftig nur noch dann privilegiert zulässig sein, wenn sie unter einer bestimmten Größe liegen und nicht der Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterliegen.

Der Gesetzentwurf zum BauGB sieht weiter vor, dass die städtebauliche Entwicklung künftig vorrangig als Innenentwicklung erfolgen soll.  Darüber hinaus wird den Kommunen u.a. die Ausübung ihres gemeindlichen Vorkaufsrechts erleichtert. Zudem soll die Umnutzung von wald- und landwirtschaftlichen Flächen künftig begründet werden. Das Ziel der Bundesregierung ist es, den Flächenverbrauch in Deutschland von derzeit 77 auf 30 ha pro Tag zu reduzieren.






04. Juli 2012 NRW
Verbandsklagerecht
im Kabinett verabschiedet

Die Landesregierung in NRW vollzieht den nächsten Schritt und hat gestern im Kabinett den Gesetzentwurf für ein Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände verabschiedet.
Mit dem Gesetz sollen die Beteiligungs- und Anhörungsrechte der anerkannten Tierschutzvereine gestärkt werden. Damit bekämen die anerkannten Tierschutzvereine die Möglichkeit, bereits im Vorfeld von bestimmten Genehmigungsverfahren zur Haltung von Tieren "für die Rechte der Tiere einzutreten".






04. Juli 2012 report Mainz, PETA, ndr.de
Und wieder einmal Wiesenhof:
Die vermeidbaren Qualen der Ente
PETA zeigt Mastbetrieb in Melle an

Die Tierschutzorganisation PETA hat bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück Strafanzeige gegen einen Entenmastbetrieb in Melle (Landkreis Osnabrück) gestellt. Bei heimlichen Inspektionen fanden die Aktivisten nach eigenen Angaben zahlreiche tote und kranke Tiere. Bei dem Entenmastbetrieb in Melle handelt es sich um einen ehemaligen Wiesenhof-Lieferanten. Gegen Wiesenhof und seine Zulieferunternehmen wurden von Tierschützern bereits mehrfach Vorwürfe wegen Tierquälerei erhoben.
Rund 25 Millionen Enten werden in Deutschland pro Jahr gemästet. Sie stehen zu Tausenden in großen Hallen, auf ihrem eigenen Kot, müssen Trockenfutter fressen. Wasser bekommen Sie nur tröpfchenweise aus sogenannten Nippeltränken.

Für Tierschützer und Tierärzte sind das unhaltbare Zustände. Die Tiere leiden unter diesen Haltungsbedingungen. Sie können sich nicht reinigen, nicht den Schnabel ins Wasser tauchen, um zu fressen. Dabei legt eine EU-Haltungsempfehlung bereits seit 1999 fest, dass die Enten Zugang zu Auslauf und Badewasser benötigen, es müsse ihnen wenigstens ermöglicht werden den Kopf komplett unter Wasser zu tauchen.
Deutschland hat sich verpflichtet diese Empfehlung einzuhalten und dennoch haben Enten in vielen industriellen Mastanlagen diese Möglichkeit nicht.

Beitrag von report Mainz vom 3.7.2012 KLICK für mehr Informationen
PETA - Der Wiesenhofskandal 2012   KLICK für mehr Informationen
NDR - PETA zeigt Mastbetrieb in Melle an  KLICK für mehr Informationen




03. Juli 2012 NRW Verbraucherschutzministerium, top agrar online, proM.U.T.
Ergebnis der neuen „NRW-Verschleppungsstudie“
Antibiotikafreie Geflügelmast  nur noch pure Ausnahme

Das NRW-Verbraucherschutzministerium legt eine weitere Studie mit verheerenden Ergebnissen vor. Geflügel kommt danach auch in therapiefreien Zeiten mit Antibiotika in Kontakt. NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel betont: „Der Einsatz von Antibiotika hat ein Ausmaß erreicht, das völlig indiskutabel ist.“ Die antibiotikafreie Geflügelmast müsse auch nach dem Ergebnis der neuen „NRW-Verschleppungsstudie“ nur noch als pure Ausnahme und nicht als die Regel bezeichnet werden.

Die wichtigsten Ergebnisse der „NRW-Verschleppungsstudie“ sind:


Bereits im November 2011 hatte eine NRW-Antibiotikastudie folgende Tatsachen gegeben:


In vielerlei Hinsicht sind diese Ergebnisse eine Offenbarung der Mast- und Haltungsverhältnisse in der industriellen Geflügelproduktion. In mancher Hinsicht legen sie den Verdacht auf illegale Handlungen mehr als nahe. Vor allem aber sind die Studienergebnisse überaus bedenklich und alarmierend in Hinsicht auf die Gesundheit von uns allen.

Reaktionen:

Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND:
"Die Geflügelindustrie hat den Einsatz von Antibiotika überhaupt nicht im Griff und gefährdet damit die Gesundheit der Bevölkerung.   ....      Die Untersuchung in NRW offenbart eine neue Dimension der Risiken der Agrarindustrie. Da der Einsatz der Antibiotika noch immer nicht zentral erfasst, geschweige denn flächig kontrolliert wird, haben Betreiber von Massentierhaltungen keinen Anlass, sorgfältig mit den Medikamenten umzugehen. Je schlampiger der Einsatz jedoch ist, desto eher bilden Keime Resistenzen gegen die Wirkstoffe."

Johannes Röring, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV):
„Wenn durch Untersuchungen der illegale Einsatz von Tierarzneimitteln zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, ist die zuständige Veterinärbehörde in der Pflicht und in der Lage, derartige Verstöße zu ahnden. Das weiß Minister Remmel und deshalb wird er seine Veterinärbehörden entsprechend mit Personal ausgestattet haben.   .....   Sind derartige Schlussfolgerungen aber nicht möglich, so sehen wir es sehr kritisch, wenn mit der ständigen Veröffentlichung derartiger Untersuchungsergebnisse der Eindruck bei der Bevölkerung erweckt wird, die Mehrheit landwirtschaftlicher Tierhalter würde gewissen- und verantwortungslos Antibiotika einsetzen. In diesem Fall muss sich Minister Remmel fragen lassen, ob er seiner Überwachungspflicht ausreichend nachkommt."

Leo Graf von Drechsel, Präsident des ZDG (Zentralverband Geflügel):
„Die deutsche Geflügelwirtschaft verharmlost nichts, verschleiert nichts, verwässert nichts! .....  Auf die ausdrückliche Initiative der deutschen Geflügelwirtschaft hin ist ein umfassendes Antibiotikamonitoring im QS-System etabliert worden.   ....   Wer unerlaubt Antibiotika einsetzt, muss mit deutlichen Konsequenzen bis zum Ausschluss aus der Vermarktung rechnen."

Dann sollte Herr von Drechsel konsequent sein und handeln:
In  62 % der überprüften Ställen wurden auffällige Rückstände antibiotisch wirksamer Substanzen in Tränkwasser ermittelt, obwohl keine tierärztliche Verordnung vorlag.
Und in zwei Fällen wurden Antibiotika-Wirkstoffe gefunden, ohne dass eine entsprechende Dokumentation in den Betrieben über ihre Anwendung vorlag.


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