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NEWS  pro M.U.T.  Verein für Menschen, Umwelt, Tiere e.V. Nachrichten

Mai 2012


  • Landwirte wollen 5700 Schweine halten

  • Landesnetzwerk fordert
    Moratorium bei Maststallbauten

  • Aktivisten blockieren Schlachthof Wiezte
    Eklat im Celler Kreistag

  • Bundeskabinett beschließt Novelle des Tierschutzgesetzes

  • 10 Jahre Staatsziel Tierschutz

  • Aktuelle Keimstudien zwingen zum Handeln

  • MRSA-Keime in jedem zweiten Schweinestall

  • Stärke zeigen - Synergien nutzen !
    LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN
    Bauernhöfe statt Agrarfabriken

  • Mastanlage in Groß Munzel darf gebaut werden

  • Illegaler Antibiotika-Einsatz
    in Geflügelmast?

  • Kürzung der Solarförderung auf Eis gelegt

  • Die schöne heile Welt der deutschen Geflügelwirtschaft

  • Moskau kritisiert deutsches und europäisches Veterinärwesen

  • Der Biowahn - welches Essen ist gesund?

  • Rettung von Schweinen im Fall von Stallbränden





31. Mai 2012 NDZ.de, proM.U.T. e.V.
Alvesrode und Völksen
Landwirte wollen 5700 Schweine halten

Wie die NDZ heute berichtet wird im Stadtgebiet Springe weiter fleißig an einer Ausweitung von Massentieranlagen geplant. Teilweise sind die Anlagen schon in Betrieb, teils bereits genehmigt.
Mit einer Bauvoranfrage für 1.400 Mastschweine in Alvesrode ist die größte Anlage Springes in Planung.
Stück für Stück scheint sich Springe zu einem Zentrum von Mastanlagen zu entwickeln.  proM.U.T. wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen und gegebenenfalls kritisch begleiten.  Zu hoffen bleibt, dass die Verwaltung der Stadt Springe nicht wieder übereilt ihr Einverständnis erteilt, sondern ihre Möglichkeiten zur Steuerung von Mastanlagen in der weiteren Entwicklung voll ausschöpft.

Eine Übersicht über Massentierhaltung und Mastbetriebe in Springe kann folgender teilweise anonymisierter Tabelle entnommen werden
(Quelle Stadt Springe auf eine Anfrage von proM.U.T. vom 18. Mai 2012):

Klick auf Tabelle öffnet größere Ansicht


Zum NDZ Artikel KLICK für mehr Informationen

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26. Mai 2012 proM.U.T. e.V.






25. Mai 2012 proM.U.T. e.V.
Landesnetzwerk fordert
Moratorium bei Maststallbauten  
Landesnetzwerk Niedersachsen Bauernhöfe statt Agrarfabriken
wendet sich mit einem offenen Brief an Landwirtschaftsminister Lindemann.

Das am vergangenen Samstag (19.05.2012) in Großenkneten
gegründete Bündnis aus über 100 Bürgerinitiativen, Verbänden und Organisationen gegen Massentierhaltung fordert in einem 7 Punkte umfassenden Forderungskatalog unter anderem ein umgehendes Moratorium bei Stallbauten und Erweiterungen von industriellen Massentierhaltungen. Gerade unter dem Eindruck der Anfang der Woche bekannt gewordenen Studien der Freien Universität Berlin und Tierärztlichen Hochschule Hannover bekommen die Forderungen eine zusätzliche aktuelle Brisanz.

Offener Brief an Minister Lindemann  KLICK für mehr Informationen





24. Mai 2012 NDR
Aktivisten blockieren Schlachthof Wiezte
Eklat im Celler Kreistag
Am Mitwochabend haben nach Angaben der Polizei zehn Tierschutzaktivisten einen Lastwagen blockiert, der den umstrittenen Hähnchen-Schlachthof bei Wietze (Landkreis Celle) verlassen wollte.
Ebenfalls am Mittwoch stand im Celler Kreistag ein sogenannter Erörterungstermin zu zwei geplanten Mastställen in Bockelskamp (Landkreis Celle) auf der Tagesordnung. Im Verlauf der Debatte brachten Polizeibeamte sieben Mastanlagen-Gegner aus dem Tagungssaal - der Landkreis habe von seinem Hausrecht Gebrauch gemacht, so Sprecher Koch. Das es sich bei den Personen um einige derjenigen handele, die später die Einfahrt blockierten, hält Koch zumindest für denkbar. KLICK für mehr Informationen







23. Mai 2012 BMELV, proM.U.T. e.V.
Bundeskabinett beschließt Novelle des Tierschutzgesetzes
Aigner: "Das Wohl der Tiere hat für die Bundesregierung hohe Priorität"

Das Bundeskabinett hat einer Änderung des Tierschutzgesetzes zugestimmt. "Deutschland nimmt beim Tierschutz international eine Führungsrolle ein. Mit den neuen Regelungen erhöhen wir die nationalen Tierschutz-Standards weiter", erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am Mittwoch in Berlin. "Für die Bundesregierung hat das Wohl der Tiere hohe Priorität. Die vorliegende Novelle sieht wesentliche Verbesserungen in unterschiedlichsten Bereichen des Tierschutzes vor." (Pressemitteilung des BMELV KLICK für mehr Informationen )

Leider bleibt die Bundesregierung mit dieser Novelle neben tatsächlichen Verbesserungen bei vielen wichtigen Punkten weiter hinter den Möglichkeiten zurück und legt zu lange Zeiträume für die Umsetzung fest. Details "können durch Verordnungen regelt werden", heißt es, aber ob das jemals geschehen wird? Wie steht es mit einer Verordnung zur "Qualzüchtung" von Nutztierrassen, wie mit einem Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände? "Der Tierschutz ist als Staatsziel in Deutschland seit 2002 im Grundgesetz verankert. Wir haben in Deutschland mit die höchsten Tierschutzstandards etabliert. ...", schreibt Ministerin Aigner. Nur der wirkliche Wille und die notwendige Konsequenz bei der Umsetzung ist nicht vorhanden. (s.u.)







22. Mai 2012 proM.U.T. e.V.
10 Jahre Staatsziel Tierschutz

Seit nunmehr 10 Jahren erhebt das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland im Artikel 20a den Tierschutz zum Staatsziel. Ein Grund zum Feiern?


Soweit der Verfassungsauftrag, der sich aus dem Beschluss des Bundestages vom 17.Mai 2002 ergibt. Wie ist der Stand heute?  KLICK für mehr Informationen





22. Mai 2012 proM.U.T. e.V.
Das Fass ist nicht nur voll - es läuft über
Aktuelle Keimstudien zwingen zum Handeln

Genug der schönen Worte und Ankündigungen. Was momentan an neuen Studien zur Belastung von Schweine- und Geflügelställen mit antibiotikaresistenten Keimen veröffentlicht wird zwingt geradezu zum Handeln. Über die Jahre hätte für die meisten Beteiligten offensichtlich sein können, was die neue Studien nun belegen. Wer jetzt noch zögert und die Studienergebnisse verharmlost nimmt mögliche Gesundheitsrisiken für Verbraucher bewusst in Kauf.
Das Verbot des Neubaus von Agrarfabriken, ein EU-weiter Erlass neuer Tierhaltungsvorschriften, ein sofortiges Programm zur Unterbindung des Antibiotika-Missbrauchs in der Tiermast und eines Umbauprogramms zugunsten einer artgerechten Tierhaltung in mittelständisch-bäuerlichen Strukturen sind das Gebot der Stunde. Die Formulierung eines Verbandklagerechts für Tierschutzverbände in Gesetzsform ist überfällig.

Pressemitteilung AbL KLICK für mehr Informationen





21. Mai 2012 NDR Info, proM.U.T. e.V.
MRSA-Keime in jedem zweiten Schweinestall
Deutlicher Unterschied zwischen konventioneller und ökologischer Bewirtschaftung

Das ist das Ergebnis von zwei Langzeit-Studien der FU Berlin und der Tierärztlichen Hochschule Hannover im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV), berichtet NDR Info.
Antibiotikaresistente Keime kommen in konventionellen Tierhaltungsbetrieben mit 60% deutlich häufiger vor als in ökologisch bewirtschafteten Ställen (25%).
Auch in 500m Entfernung wurden in Bodenproben noch MRSA Keime festgestellt. Laut Landwirtschaftsministerium (BMELV) sei eine Verbreitung von antibiotikaresistenten Keimen auf diesem Wege möglich und müsse eingedämmt werden.
Auch in den meisten untersuchten Geflügelmastbetrieben wurden MRSA Keime gefunden.  Die Auswertungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Die detailierten Ergebnisse der Studien sollen am Dienstag vorgestellt werden.

Laut NDR Inof warnt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) seit Längerem vor den Risiken von MRSA-Keimen in der Nutztierhaltung und spricht sich deshalb dafür aus, diese "konsequent zurückzudrängen".

Eine weitere NDR Info vorliegende Studie des BMELV untersucht das Vorkommen von MRSA Keimen in Schlachthöfen. Danach sind diese Krankheitserreger in "vielen Bereichen aufgetaucht", wurden aber in Schlachthofproben nicht gefunden.
Wie dieses Ergebnis zustande kommt bleibt abzuwarten. Es würde bedeuten, dass die in den Mastbetrieben festgestellten Keime auf dem Transport in den Schlachthof auf irgendeinem Weg "verschwunden" sind? Dies muss zumindest angezweifelt werden.

zum NDR Bericht KLICK für mehr Informationen zum NDR Video KLICK für mehr Informationen


zum proM.U.T. Thema - Antibiotika in der Tierhaltung KLICK für mehr Informationen





19. Mai 2012 proM.U.T. e.V.
Stärke zeigen - Synergien nutzen !
LANDESNETZWERK NIEDERSACHSEN
Bauernhöfe statt Agrarfabriken

In Großenkneten fand heute die Gründungsveranstaltung des
Landesnetzwerk Niedersachsen "Bauernhöfe statt Agrarfabriken" statt.

Das Landesnetzwerk wird in Ergänzung des bundesweiten Netzwerkes "Bauernhöfe statt Agrarfabriken" die in Niedersachsen bereits bestehenden Bürgerinitiativen und deren regionale Zusammenschlüsse weiter stärken und noch intensiver vernetzen. Durch verbesserte Kommunikationsstrukturen sollen Synergien genutzt werden und speziell neu hinzukommende Bürgerinitiativen unterstützt werden.
Eine zukünftige Mitgliedschaft ist für interessierte Gruppen und Initiativen auch nach der Gründung möglich und erwünscht.

NDR Info KLICK für mehr Informationen

Hallo Niedersachsen KLICK für mehr Informationen

NDR mit Reaktion vom Landvolk KLICK für mehr Informationen

Pressebeiträge unter BIM KLICK für mehr Informationen 21.5.2012 und KLICK für mehr Informationen 22.5.2012





16. mai 2012 ndr.de
Investor setzt seine Interessen gerichtlich durch
Mastanlage in Groß Munzel darf gebaut werden

Seit gut anderthalb Jahren erregt die in Groß Munzel (Region Hannover) geplante Hähnchenmast-Anlage für rund 84.000 Tiere nun schon die Gemüter. Anwohner befürchten Gesundheitsgefahren durch Keime und Staub und hatten deshalb bei der Region Hannover Einsprüche gegen den Bau eingereicht. Bis die rechtliche Bewertung abgeschlossen ist, dürfen die Bauarbeiten nicht beginnen, entschied die Region zunächst. Der betroffene Landwirt nahm das jedoch nicht hin und forderte eine sofortige Genehmigung. Mit Erfolg, denn das Verwaltungsgericht Hannover gab ihm jetzt Recht. KLICK für mehr Informationen






12.05.2012 NDR Info, proM.U.T. e.V.
Illegaler Antibiotika-Einsatz
in Geflügelmast?

Wie der NDR berichtet haben Tiermäster in Nordrhein-Westfalen in der Geflügelhaltung offenbar illegal Antibiotika eingesetzt. Das geht aus einer bislang unveröffentlichten Studie des Landesamtes für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) in Nordrhein-Westfalen hervor, die NDR Info in Auszügen vorliegt. Für die Studie hat das LANUV im Januar und Februar dieses Jahres aus 36 Geflügelmastbetrieben Trinkwasserproben entnommen. In 22 Betrieben hat die Behörde Auffälligkeiten festgestellt.


DAS SIND AUFFÄLLIGKEITEN IN RUND 60% DER BETRIEBE, die bis zu 6 verschiedene antibiotische Wirkstoffe enthielten. Obwohl die letzte dokumentierte Antibiotikabehandlung in Einzelfällen ca. 35 Tage zurücklag war die ermittelte Konzentration an Antibiotika so hoch wie zu Beginn der zuletzt dokumentierten Behandlung.
Dies ist ein klarer Verstoß gegen die gesetzlichen Bestimmungen (Dokumentationpflicht, Verbot von Antibiotika als wachstumsfördernde Mittel, möglicherweise illegaler Handel mit Antibiotika, Behandlung gesunder Tiere mit Antibiotika ...)

Woher stammen diese Antibiotika?
Offenbar scheint der Markt mit illegal gehandelten Antibiotika gut zu funktionieren. So wurden in zwei Fällen auch in Deutschland nicht zugelassene Arzneimittel nachgewiesen.

Siehe auch: Die schöne heile Welt der deutschen Geflügelwirtschaft (s.u.)

Link zu NDR info KLICK für mehr Informationen






11.05.2012 dradio.de
Kürzung der Solarförderung auf Eis gelegt
Die Solarförderung wird erst einmal nicht gekürzt. Der Bundesrat stoppte das Vorhaben von Umweltminister Norbert Röttgen. Neben SPD und Grünen stimmten auch einige Landesregierungen mit CDU-Beteiligung für eine grundlegende Überarbeitung des Gesetzes. KLICK für mehr Informationen







09.05.2012 ZDG, proM.U.T. e.V.
Die schöne heile Welt der deutschen Geflügelwirtschaft

hat ganz offensichtlich nichts mit der Realität in deutschen Megamastanlagen gemeinsam.
Eigentlich möchte der ZDG (Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft) auf das wachsenden Verbraucherinteresse an Themen wie Tierschutz und die Zustände in der Geflügelfleischerzeugung mit Transparenz und einem unmittelbaren Dialog mit Verbrauchern, Politik und Handel reagieren, seine Leistungen für die Ernährung der Bundesbürger aufzeigen und darstellen wie ihm die konsequente Wahrung von Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutz gelingt. Ein Beitrag zur sachgerechten Information soll geleistet werden. "Geflügel.TV"  soll jeden Schritt - von der Brüterei bis zur Verarbeitung - authentisch darstellen.
Tatsächlich erinnern die Darstellungen der neuen Internetseite und von "Geflügel.TV" eher an die schönen bunten Bilder von Wiesen, Bauernhöfen und glücklichen Tieren und die irreführenden Namen auf den Verpackungen der Produkte der Geflügelindustrie.

Sehen Sie hier einen Vergleich zwischen
der schönen heilen Welt der deutschen Geflügelindustrie und der Realität. KLICK für mehr Informationen

Die neue Internetseite unter dem Motto
 "Wir, die Geflügelwirtschaft für Deutschland - Wo Verantwortung Qualität erzeugt."
finden Sie hier KLICK für mehr Informationen Es werden sogar Fragen beantwortet KLICK für mehr Informationen






08.05.2012 topagrar.com, proM.U.T. e.V.
Kritik aus Rußland
Moskau kritisiert deutsches und europäisches Veterinärwesen

Schlechtes Zeugnis für Deutschland

Hart ins Gericht ging man bei den Gesprächen in Moskau auch mit dem deutschen Veterinärwesen. Der stellvertretende Leiter der russischen Aufsichtsbehörde, Yevgeny Nepoklonow, sprach von einem Vertrauensverlust aufgrund der zahlreichen und systematischen Verstöße gegen die geltenden Einfuhrbestimmungen. Jüngstes Beispiel sei die Lieferung von 620 Zuchtschweinen im Dezember 2011 von Deutschland nach Russland, die während der Quarantäne in Labortests teilweise positiv auf Brucellose getestet worden seien. Der Export kranker Tiere sei ein eklatanter Verstoß gegen die Einfuhrbestimmungen und ein Indikator für mangelnde Kontrollen des deutschen Veterinärdienstes, ließ die russische Behörde verlautbaren. Seit dem 27. April gelten für deutsche und tschechische Zuchtschweine, die ebenfalls positiv auf Brucellose getestet wurden, verschärfte Einfuhrrestriktionen, die unter anderem Labortests erforderlich machen. Außerdem bemängelte die russische Aufsichtsbehörde das Fehlen angeforderter Unterlagen über das Tierseuchen- und Futtermittelmonitoring sowie Detailauskünfte über bestimmte Unternehmen. Insgesamt habe das deutsche Veterinärwesen durch seine Aufteilung von Veterinärkompetenzen zwischen Bund und Ländern nicht die effizienteste Struktur, so die Moskauer Kritik. Es sei dringend erforderlich, die Liste mit den für den Export zugelassenen Unternehmen zu überarbeiten. Die deutsche Chefveterinärin Schwabenbauer versicherte der russischen Behörde zufolge, alle notwendigen und angeforderten Informationen zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig schlug sie laut Rosselkhoznadzdor vor, eine Arbeitsgruppe einzurichten, um alle Meinungsverschiedenheiten diskutieren zu können.  KLICK für mehr Informationen

... dann bilde einen Arbeitskreis...
Bleibt nur zu hoffen, dass die russische Kritik an der Aufteilung von Veterinärkompetenzen in Deutschland bezüglich der Ineffektivität nicht auch auf die Kontrollen in der Massentierhaltung zutrifft. Personell scheinen die Ämter kaum in der Lage zu sein alle ihnen gestellten Aufgaben bewältigen zu können.





04.05.2012 swr Fernsehen
heute 22.00 Uhr Nachtcafé
Die SWR Talkshow
Der Biowahn - welches Essen ist gesund?

Massentierhaltung, überdüngte Böden, Dioxin-Skandal, Ehec-Krise - viele fragen sich, welches Essen noch genießbar ist. Zunehmend mehr Verbraucher greifen deshalb zu Produkten mit dem Biosiegel. Allein in den letzten zehn Jahren hat sich der Umsatz mit Bioprodukten mehr als verdoppelt. Bio ist gut für den Menschen und gut für die Umwelt - so werden die Mast-Tiere besser behandelt, weniger Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt und somit das Grundwasser nicht belastet. Doch Bionahrung ist auch ein gutes Geschäft: Für Qualität und reines Gewissen zahlen viele Verbraucher gerne einen höheren Preis. Wissenschaftler fanden heraus: Biosiegel trüben das Urteilsvermögen der Konsumenten, sie sind gleichsam das Placebo der Ernährung - und lassen die Produkte in besserem Licht erscheinen. Für so manchen Kritiker ist daher der Bioladen lediglich eine romantische Einkaufswelt für Besserverdiener. Was ist dran am Biowahn? Muss die Ernährung nicht nur gesund, sondern auch nachhaltig sein? Welche Geschäfte werden mit Bioprodukten gemacht? Mit welchem Essen tut man sich etwas Gutes?
KLICK für mehr Informationen




03.05.2012 BUND, Deutscher Tierschutzbund
Aktuelles Gutachten
Rettung von Schweinen im Fall von Stallbränden
entlarvt Schweine-Fabriken als Todesfallen.

Ein Brandschutzgutachten, das vom Deutschen Tierschutzbund und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Auftrag gegeben wurde, analysiert, ob Schweine im Brandfall aus Intensivtierhaltungen gerettet werden können. Das Gutachten zeigt, dass die Auswirkungen von Stallbränden völlig unterschätzt werden. Obwohl nach den Landesbauordnungen im Brandfall eine Rettung aller Tiere gewährleistet sein muss, sieht die Realität gegenteilig aus: In den letzten Jahren starben in Deutschland bei rund 50 Stallbränden mehr als 15.000 Tiere. Für eine wirksame Verbesserung des Brandschutzes ist die Politik gefordert, so die Verbände. Eine Tierzahlobergrenze sowie veränderte Haltungssysteme sind Voraussetzungen, um Schweine im Brandfall überhaupt retten zu können.

"Das Gutachten wird hoffentlich dazu beitragen, die Genehmigung neuer überdimensionierter Schweinefabriken zu verhindern", so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. "Die Anzahl der Tiere in solchen Betrieben und die intensiven Haltungsbedingungen lassen realistische Rettungsaktionen nicht zu und verstoßen daher gegen Landesbauordnungen. Wird die Anlage dennoch genehmigt, dann sind im Falle eines Feuers Brandverletzungen und Rauchvergiftungen und für die meisten Tiere ein elender langsamer Tod vorprogrammiert", kritisiert Schröder.

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: "Im Brandfall sind Intensivtierhaltungen Todesfallen für die Tiere, weil den eigentlich lauffreudigen Schweinen in den Megaställen das Laufen systematisch abtrainiert wird, während gleichzeitig die Rettungswege ins Freie immer länger werden. Wir brauchen ein Umdenken, weg von der Intensivtierhaltung hin zu einer tierschutzkonformen bäuerlichen Landwirtschaft." Die Bundesregierung müsse als ersten Schritt das Baurecht unverzüglich reformieren, um den Wildwuchs der gefährlichen Megamastanlagen zu stoppen. Subventionen dürften nur noch für besonders tiergerechte und rettungsfreundliche Stallbauten fließen, sagt Weiger.

Das Gutachten wird den Bürgerinitiativen, die sich gegen die Genehmigung solcher gigantischen Schweine-Großanlagen wenden und den Genehmigungsbehörden zur Verfügung gestellt.