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Nachrichten aus
anderen Monaten

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NEWS  pro M.U.T.  Verein für Menschen, Umwelt, Tiere e.V. Nachrichten

Februar 2012






 




29. Februar 2012 inhabitat.com
Projekt des Royal College of Art
Die Zukunft der Massentierhaltung:
hirntote Hühnchen?


Berichte über die dicht gedrängte Haltung vor allem von Hühnern erregen die Gemüter. Aber was wäre, wenn die Tiere weder Schmerzen noch Stress verspüren würden? Ein Architekturstudent hat einen radikalen Lösungsvorschlag
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28. Februar 2012 ndr.de

Geflügelzüchter drohen mit Millionenklage

Der niedersächsische Geflügelzüchterverband hat massiven Widerstand gegen ein früheres Aus für die Kleingruppenhaltung von Legehennen angekündigt. Das Land Niedersachsen müsse sich darauf einstellen, dass die Tierhalter Schadenersatzforderungen stellen werden, sagte der Verbandspräsident Wilhelm Hoffrogge gegenüber dem NDR Fernsehmagazin Hallo Niedersachsen.
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22. Februar 2012 Spiegel.de
Beweis erbracht - Resistente Erreger

Gefährlicher Superkeim
entstand in der Tierhaltung


Zu viel, zu schnell: der Einsatz von Antibiotika in der Tierzucht hat die gefährlichen MRSA-Bakterien erst resistent gemacht. Wie Forscher nun zeigen konnten, sprang der multiresistente Erreger vom Mensch zum Tier - und wieder zurück.

Washington - Mindestens ein Stamm des gefährlichen multiresistenten Keims Staphylococcus aureus (MRSA) ist durch den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung entstanden. Das hat ein internationales Forscherteam herausgefunden. Die sogenannte CC398-Variante des Bakteriums sprang vom Menschen auf Nutztiere über und wurde erst dort resistent gegen verschiedene Antibiotika. Nun infiziert dieser multiresistente MRSA-Stamm wieder Menschen - mit teilweise tödlichen Folgen.

Der Erreger sei inzwischen sowohl in den USA als auch in Europa verbreitet, wie die Forscher im Fachmagazin "mBio" berichten. "Die Rekonstruktion der Entwicklung des MRSA-Stamms CC398 war so ähnlich, als würde ich einem Superkeim bei der Geburt zusehen - faszinierend und beunruhigend zugleich", sagt Erstautor Lance Price vom Translational Genomics Research Institute in Flagstaff.  KLICK für mehr Informationen





15. Februar 2012 proM.U.T. e.V.
Entwurf zur Änderung des
privilegierten Bauens im Außenbereich


Der jetzt vorgelegte Referentenentwurf zur Änderung des Baurechtes für Anlagen im Außenereich, zu denen auch die von uns kritisierten Ställe für Massentierhaltung zählen, entspricht bei weitem nicht den aus unserer Sicht notwendigen Reformen.

Die vorgesehen Neuregelung soll künftig lediglich das Bauprilileg für Tierhaltungsbetriebe aufheben, die einer Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterliegen. Dies sind zum Beispiel  Massentierhaltungen ab 85.000 Hähnchen oder 3.000  Schweinen. Bei diesen Bauvorhaben soll nach der neuen Regelung in Zukunft die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich sein und so den Kommunen ein Steuerungsinstrument an die Hand gegeben werden.

Die neue Fassung greift also nicht bei Mastställen, die, wie jetzt schon häufig praktiziert, mit z.B. knapp unter 85.000 Hähnchenmastplätzen beantragt werden und wird damit nur geringe Veränderungen bringen.

Link zum vollständigen Referentenentwurf
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Änderungen am §35 BauGB (Entwurf) bearbeitet von proM.U.T. e.V.  
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So berichten andere:
16.2.2012 NDR.de - Mehr Mitspracherecht bei Tiermastanlagen
17.2.2012 topagrar-Online.de - Neues Baugesetzbuch legt Obergrenzen fest





12. Februar 2012 proM.U.T. e.V.

Das Landvolk ist empört
Nach dem ZDF Bericht (ZDF ZOOM) über den Fund von antibiotikaresistenten Keimen in der Umgebung eines Hähnchenmaststalles in Metel äußert das Landvolk wiederholt Zweifel an den Ergebnissen der Untersuchungen. "Wir bezweifeln inzwischen, dass der Test überhaupt wissenschaftlich belastbare Ergebnisse gebracht hat", so Iris Habermann, Pressesprecherin des Landvolk Kreisverbandes Hannover, in einem Artikel in der HAZ (Leine-Zeitung Neustadt/Wunstorf) und weiter wörtlich,  "Das ist doch Scheiße - im wahrsten Sinne des Wortes." Weder das ZDF noch der Autor der Sendung oder der BUND hätten ihr die Laborberichte zur Verfügung gestellt. In dem Fernsehbeitrag sei schließlich nur der Begriff "E. Coli" zu lesen gewesen. Havermann habe den Bericht  "mehrfach und genau" betrachtet: "Als ESBL-Nachweis taugt das jedenfalls nicht."

proM.U.T. hat auch genau hingesehen und folgendes Bild vom Bildschirm dokumentiert.
ESBL positiv / Nachweis von E. coli ist dort eindeutig zu lesen.

ESBL positive E. Coli

Es ist schlimm genug, dass ESBL positive E. coli Keime (also antibitikaresistente Keime) im Umfeld eines Hähnchenmaststalles gefunden wurden. Der Versuch das Testergebnis mit fadenscheinigen Argumenten anzuzweifeln, ist genauso schlimm.

Wenn das Landvolk so sicher ist, dass es in der Umgebung von Mastställen keine ESBL positiven E. coli oder auch MRSA Keime gibt, die aus den Ställen stammen, also tierischen Ursprungs sind, dann wäre es an der Zeit eine eigene Untersuchung in Auftrag zu geben anstatt weiter zu verharmlosen und Naturschutzorganisationen zu diffamieren. Vor dem vorhersagbaren Ergebnis einer solchen Studie schreckt das Landvolk allerdings offensichtlich zurück. 


Von folgender Veröffentlichung empfehlen wir zumindest die Seite 33 zu lesen:
Institut für Tier- und Umwelthygiene, Freie Universität Berlin
"Multiresistente Infektionserreger in der Abluft und Umgebung von Nutztierhaltungen" 

Und hier zumindest die Seite 22:
Resistenzen bei Tier und Mensch - RESET Verbund Deutschland
Antibiotikaverbrauch und antimikrobielle Resistenzen in landwirtschaftlichen Nutztieren




06. Februar 2012 agrar-presseportal, proM.U.T. e.V.
Überversorgung bei Hähnchenfleisch steigt weiter


Der Selbstversorgungsgrad für Hähnchen und Suppenhennen ist im vergangenen Jahr nach Angaben der Marktinfo Eier und Geflügel (MEG) auf 114 Prozent angestiegen.

Demgegenüber wächst das Exportvolumen von weniger begehrten Hühnerteilstücken wie Beinen, Flügeln und Innereien. Mehr als 30 Prozent des in Deutschland produzierten Hähnchenfleischs werden bereits jetzt in Drittländer exportiert. Und es ist mit einem weiteren Wachstum der deutschen Hähnchenfleischerzeugung zu rechnen, so das agrar-presseportal.
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Damit setzt sich der Trend zur Überproduktion von Hähnchenfleisch in Deutschland genauso fort, wie der Export von bei uns unbeliebten bzw. nicht zu verkaufenden Hähnchenteilen, der die Märkte der einheimischen Bauern z.B. in Afrika überschwemmt und der dort einheimischen Produktion die Grundlage raubt.
Der Trend zu noch mehr Überproduktion wird auch den Preisdruck auf die Mastbetriebe weiter erhöhen und die Hähnchenmast  noch tiefer in die Unwirtschaftlichkeit drängen.



 03. Februar WDR.de, proM.U.T. e.V.
Antibiotika und Keime auch im Gemüse

Die Verunreinigung von Fleisch mit antibiotikaresistenten Keimen ist in den letzten Monaten immer wieder thematisiert worden. Der massive Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung und die dadurch beschleunigte Entwicklung von resistenten Keimen beinhaltet aber ebenso ein nicht zu unterschätzendes Risikopotential für die in der Umgebung von Mastställen befindlichen Ackerböden und die dort wachsenden Pflanzen (Getreide, Gemüse). Dies gilt in verstärktem Maße dann, wenn die Äcker mit Wirtschaftsdünger (Gülle, Geflügel- , Hähnchemmist) gedüngt werden.
Das Wissen um die Aufnahme von Antibiotika und Keimen in Pflanzen ist nicht ganz neu. Sorgen bereiten aber jüngste Erkenntnisse, dass Pflanzen Krankheitskeime aufnehmen, die sich in ihnen verändern können. Die Kombination aus Antibiotikaspuren und Keimen ergibt in den Pflanzen eine brisante Mischung, die letztlich zu einer weiteren Verschärfung der Entstehung antibiotikaresistenter Keime führen kann und diese Pflanzen als Nahrungsmittel direkt zu den Menschen, Verbrauchern gelangen.
Die Auswirkungen von Massentierhaltung, die unter den zur Zeit bestehenden Bedingungen ohne Antibiotika nicht möglich wäre, sollte auch unter dem Aspekt von resistenten Keimen in Ackerböden und Getreide, Gemüse sehr kritisch hinterfragt werden.
Die TV Sendung Servicezeit (WDR) hat dieses Thema aufgegriffen und die Problematik anschaulich dargestellt.

Hier gelangen Sie zum Video der Sendung
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Eine von proM.U.T. e.V. ergänzte Textfassung finden Sie hier KLICK für mehr Informationen