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NEWS  pro M.U.T.  Verein für Menschen, Umwelt, Tiere e.V. Nachrichten

Dezember 2011





 





19. Dezember 2011, NDR Info
Grüne fordern Strafen für zu viel Antibiotika
Die Grünen fordern nach niederländischem Vorbild die Medikamenten-Vergabe drastisch zu reduzieren. In den Niederlanden wird die der sparsame Einsatz gefördert und der übermäßige Einsatz bestraft, sagte der Vize-Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen, Christian Meyer.

Die Partei will ein 14-Punkte-Programm in den Landtag einbringen, das schärfere Kontrollen und feste Ziele zur Verringerung des Medikamenten-Einsatzes vorschreibt. Die massive Vergabe trägt zur Ausbreitung der gegen Antibiotika resistenten Krankenhauskeime bei, diese sollen jährlich für den Tod zahlreicher Menschen verantwortlich sein.
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15. Dezember 2011 Region Hannover Pressemitteilung

Maststall in Groß Munzel genehmigt

Der Neubau von zwei Mastställen mit je 42.400 Tierplätzen in Bodenhaltung in Groß Munzel wird mit weitreichenden Auflagen und Vorgaben insbesondere zum Brandschutz genehmigt.
Im Dezember 2010 hatte die Region Hannover die Auflagen für den Brandschutz bei großen Tierhaltungsanlagen präzisiert und hat diese jetzt im Verfahren durchgesetzt. Beim Bau der Mastställe muss der Antragsteller nun unter anderem eine Brandmeldeanlage, einen Rauchabzug, eine Rettungsfläche für die Tiere und eine ausreichende Löschwasserversorgung vorsehen. Zudem wird der Stall mit einem deutlich brandfesteren Material errichtet als dies zunächst vorgesehen war.

Weitere Auflagen, wie der Einbau von Filteranlagen, seien zunächst nicht vorgesehen. Bei sich ändernder Gesetzeslage oder bei Vorliegen  neuer technischer oder wissenschaftlicher Erkenntnisse zu einem späteren Zeitpunkt , müsste dann gegebenenfalls eine Nachrüstung der Anlage beispielsweise mit Filtern erfolgen, so die Region in ihrer Pressemitteilung.

Die Genehmigung wird voraussichtlich am 22. Dezember 2011 öffentlich bekannt gemacht, Widersprüche sind noch einen Monat nach Ablauf der Auslegungszeit möglich.


Pressemitteilung der Region Hannover  
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Stellungnahme von  proM.U.T. e.V. zur Genehmigung der Mastställe KLICK für mehr Informationen

Weitere Links:
NDR.de  

Presseschau der BI Groß Munzel






10. Dezember 2011 proM.U.T. e.V.
Internationaler Tag der Tierrechte

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 20a:
"Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung."

Tierschutzgesetz, Deutschland (Ausschnitte)
§ 2 
Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
1.   muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
 
2.   darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
 
3.   muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.

§ 11b 
(1) Es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten oder durch bio- oder gentechnische Maßnahmen zu verändern, wenn damit gerechnet werden muss, dass bei der Nachzucht, den bio- oder gentechnisch veränderten Tieren selbst oder deren Nachkommen erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten.

Zum "Internationalen Tag der Tierrechte" am 10. Dezember 2011 möchten wir darauf aufmerksam machen, dass die Tiere in Deutschland durch das Grundgesetz, das Tierschutzgesetz sowie zahlreiche weitere Verordnungen geschützt sind. Zumindest in der Theorie. Denn an entscheidenden Punkten werden diese Gesetze zumindest nicht mit der erforderlichen Konsequenz umgesetzt (siehe dazu den Beitrag "Aigner will schärfer gegen qualvolle Tierzucht vorgehen").
Die gängige Unterscheidung zwischen sogenannten "Nutztieren" und Haustieren, zwischen "wertvollen" und "minderen" Tieren ist nicht haltbar. Wir fordern die Anwendung und Ausweitung der Gesetze zum Schutz der Tiere sowie eine präzise praktische Anwendung des Qualzuchtparagraphen §11b des Tierschutzgesetzes besonders auch im Bereich "Nutztiere".
Jeder Verbraucher kann seinen praktischen Beitrag zur Verbesserung der Situation der "Nutztiere" leisten indem er seinen Fleischverzehr zu mindest etwas einschränkt und auf Fleisch von Tieren aus Massentierhaltung ganz verzichtet.

Stellungnahme: Thema   "Tierschutz – Qualzucht – Massentierhaltung - Qualmast"

Zum Tierschutzgesetz






09. Dezember 2011 Saarbrücker Zeitung, proM.U.T.

Aigner`s Weihnachtsgeschenk?
Aigner will schärfer gegen qualvolle Tierzucht vorgehen

Die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner plant die Regeln für das bestehende „Qualzuchtverbot“ im Tierschutzgesetz zu verschärfen.
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will Tiere besser vor qualvoller Zucht schützen. Wie die „Saarbrücker Zeitung“ (Freitagausgabe) berichtet, sieht dies der Entwurf des neuen Tierschutzgesetzes vor, der sich derzeit innerhalb der Bundesregierung in der Ressortabstimmung befindet.
Demnach plant die Ministerin, die Regeln für das bestehende „Qualzuchtverbot“ im Tierschutzgesetz zu verschärfen. Gemeint sind mit Qualzucht kuriose Züchtungen wie Riesen- und Zwergwuchs bei Hunden, angezüchtete Kurzbeinigkeit, Haarlosigkeit oder verkleinerte Köpfe. Außerdem will Aigner ein Ausstellungsverbot für Tiere mit diesen meist schmerzhaften Zuchtmerkmalen erlassen. Tierschützer beklagen seit Jahren, dass das bislang geltende Recht nicht wirksam ist.
Den Erzeugern von Nutztieren und den Züchtern sollen zudem per Verordnung „Tierwohlindikatoren“ zur Beurteilung des Wohlergehens der Tiere vorgegeben werden. Tierhalter will Aigner dadurch verpflichten, ein Kontrollsystem zu etablieren und noch stärker dafür zu sorgen, dass es ihren Tieren gut geht.


Lieber  Weihnachtsmann ähm ... Liebe Frau Aigner,

neben den qualgezüchteten Haustieren gibt es ebenfalls eine große Anzahl von qualgezüchteten sogenannten Nutztieren.

Wir bitten Sie:"Vergessen Sie in Ihren Überlegungen die Nutztiere nicht!"


Der §11b des Tierschutzgesetzes gilt für alle Wirbeltiere, also auch die Nutztiere, bei deren Züchtung die Grenze zur Qualzucht nach Auffassung vieler Fachleute seit langem und anhaltend überschritten ist. Leider wird dieser Paragraph des Tierschutzgesetzes nicht entsprechend um- bzw. durchgesetzt.
Für qualgezüchtete Nutztierrassen "Tierwohlindikatoren" definieren zu wollen ist ein Widerspruch in sich. Diesen Tieren kann es allein auf Grund der Zucht auf Leistung unter Mißachtung des Tierwohles nicht gut gehen.

Sorgen Sie für eine konsequente Druchsetzung des Qualzuchtparagraphen des Tierschutzgesetzes und erlassen Sie neben dem Ausstellungverbot  für qualgezüchtete Heimtierrassen auch ein AUFSTALLUNGSVERBOT für qualgezüchtete Nutztierrassen.

Eine geruhsame Weihnachtszeit wünscht Ihnen,

pro M.U.T.  Verein für Menschen Umwelt Tiere e.V.

Stellungnahme zum Thema   "Tierschutz – Qualzucht – Massentierhaltung - Qualmast"



   


08.Dezember 2011Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft
Geflügelwirtschaft verurteilt Brandanschlag auf Hähnchenmaststall:
"Müssen wir Landwirte jetzt in Angst und Schrecken leben?"


Berlin (ots) - Aufs Schärfste verurteilt der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) den Brandanschlag auf den Neubau eines Hähnchenmaststalls im niedersächsischen Schnega im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Offenbar in der Nacht zum vergangenen Montag hatten derzeit noch unbekannte Täter an mehreren Stellen des Gebäudes Feuer gelegt und so einen Sachschaden von rund 50.000 Euro verursacht. "Ich bin entsetzt, fassungslos und wütend", reagiert Rainer Wendt als Präsident des Bundesverbandes bäuerlicher Hähnchenerzeuger (BVH) und Vizepräsident des ZDG auf die Brandstiftung, die nach Einschätzung der Polizei politisch motiviert ist. "Hier sind Kriminelle am Werk, das hat mit demokratischer Auseinandersetzung nichts mehr zu tun", verurteilt Wendt das Geschehen. Er fragt: "Müssen wir Landwirte jetzt in Angst und Schrecken leben?"  KLICK für mehr Informationen




06. Dezember 2011, DNR - EU-Koordination
Deutschland plant Ende der Subventionen für EU-Agrarprodukte

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner will sich in Brüssel dafür einsetzen, dass die Zuschüsse für die Ausfuhr von Agrarprodukten aus der Europäischen Union gestrichen werden. Das meldete Spiegel online am Wochenende.
Bisher war die Bundesregierung dafür, den Export von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus der EU zum Beispiel nach Asien oder Afrika finanziell zu unterstüzten, damit die Preise dem Weltmarktniveau angepasst werden. Umwelt- und Entwicklungsorganisationen hatten dies kritisiert, weil Bauern in den meist ärmeren Ländern oft nicht mit Billigprodukten aus der EU konkurrieren können.





03. Dezember 2011, NDZ.de, proM.U.T. e.V.
Maststallbau Boitzum erst 2013?
Diese Frage stellt ein Artikel in der Neue Deister Zeitung vom Sonnabend. Seit der ersten Veröffentlichung der Baupläne sind mehr als eineinhalb Jahre vergangen. Mit einem Baubeginn sei auf Grund der vielen (620) Einwendungen gegen das Vorhaben frühestens im Herbst 2012 zurechnen, vielleicht auch erst 2013.

Der in dem Artikel  vertretenen Meinung, dass die Gegner dies als Grund sehen könnten "aufzuatem" können wir uns allerdings nicht anschließen. Ein durch das Genehmigungsverfahren bedingter Aufschub des Baubeginns ist nicht das Ziel von proM.U.T. Vielmehr ist es unser erklärtes Ziel diesen Maststallbau sowie auch andere mit den uns zur Verfügung stehenden Mittel zu verhindern.

Bauherr H. Deiters halte an seinen Bauplänen nach wie vor fest, so die NDZ. Das ist sein gutes Recht, genau so wie es unser Recht ist  alle Mittel auszuschöpfen, um das Projekt zu kippen und unsere Hoffnung nicht aufzugegen, dass  sich der Bauherr eines Besseren besinnt und die rund eine Million Euro besser in die Zukunft investiert. Die anstehende Weihnachtszeit wäre ein guter Zeitpunkt  dafür.