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Nachrichten - NEWS



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Nachrichten aus
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NEWS  pro M.U.T.  Verein für Menschen, Umwelt, Tiere e.V. Nachrichten

Archiv vom Mai 2011





 




30. Mai 2011 n-tv.de


"Antibiotika werden säckeweise verabreicht"
Experte: Gesetze sind weiße Salbe

Unter diesem Titel veröfentlicht n-tv.de ein Interview mit Dr. Edmund Haferbeck zum Thema Antibiotika in der Tierhaltung. KLICK für mehr Informationen





25. Mai 2011 Bündnis 90, Die Grünen, Bundestag, proM.U.T.

Experten bestätigen:
Tierschutzprobleme bei der Hochleistungszucht
(Qualzucht) von Nutztieren


Alle Experten des Fachgespräches "Wenn Zucht zur Qual wird" am Montag, 23. mai 2011 waren sich einig, dass zuchtbedingte Gesundheitsprobleme bei Nutztieren zunehmen und ein erhebliches Problem darstellen. Weiter besteht Einigkeit über dringenden Handlungsbedarf. Viele Sachverhalte wurden von den Experten als tierschutzrelevant eingestuft und stehen in direktem Konflikt mit dem § 11 des Tierschutzgesetzes (Qualzuchtparagraph).

Vor allem beim Geflügel sind Probleme drängend. Trotz intensiver Zuchtbemühungen sind die durch das hohe Körpergewicht bedingten Lahmheiten bei den Tieren nicht weniger geworden. Problematisch ist auch die Haltung der Elterntiere von Masthähnchen. Damit die Tiere zur Fortpflanzung fähig sind, dürfen sie nicht verfetten und müssen daher fortwährend hungern.

Eine Zusammenfassung und Einschätzung der Vorträge des Fachgespräches auch hinsichtlich möglicher Konsequenzen finden Sie in den nächsten Tagen auf dieser Seite.

Lesen Sie zum Thema auch den proM.U.T. Beitrag
Tierschutz – Qualzucht – Massentierhaltung - Qualmast

Die Presseerklärung zur Veranstaltung von MdB Friedrich Ostendorff finden Sie hier.  KLICK für mehr Informationen

 


 

24. Mai 2011 kreiszeitung.de

KEINE  Genehmigung für Mastställe in Etelsen

Im Landkreis Verden ist der Antrag zum Bau von Mastställen für 100.000 Hähnchen abgelehnt worden!
„Das ist eine fundierte und wohl abgewogene Verwaltungsentscheidung“, meint Landrat Peter Bohlmann.  
Wir fügen hinzu:"Das ist eine gute und richtige Entscheidung!" KLICK für mehr Informationen

Leider genehmigt wurde dagegen eine Mastanlage im Kreis Lüchow-Dannenberg für 40.000 Hähnchen. Die umstrittene Anlage in Billerbeck bei Schnega wurde bereits 2009 beantragt. Der Genehmigungsbescheid liegt bis 7. Juni beim Landkreis zur Einsichtnahme aus. Die Widerspruchsfrist gegen den Bescheid endet einen Monat später.  KLICK für mehr Informationen

 


  

 

24. Mai 2011 proM.U.T.

Kaum Beachtung der Antibiotikaresistenz von EHEC in den Medien?
In den Berichterstattungen sind die EHEC Erkrankungen allgegenwärtig. Erste Todesopfer sind zu beklagen. Um so unverständlicher ist die Tatsache, dass der  Antibiotikaresistenz des gefährlichen  Keimes so gut wie keine Beachtung geschenkt wird.  Laut den Mirkobiologen der Laborgesellschaft  Medilys sind nur noch zwei Antibiotikagruppen nicht resistent gegen EHEC. Auf eine Behandlung mit Antibiotika wird nach Infektionen mit EHEC weitgehend verzichtet, weil sie den Krankheitsverlauf möglicherweise negativ beeinflussen können.

 


 

 

23. Mai 2011 ndr.de, tagesschau.de

Gefährliche Durchfallerkrankungen (EHEC) durch Antibiotika resistente Keime aus der Nutztierhaltung verursacht ?

Die Bedeutung von Antibiotika resistenten Keimen im Zusammenhang mit geplanten und bestehenden Hähnchenmastställen wurde in den letzten Monaten von vielen Bürgerinitiativen immer wieder betont. Mit dem gefährlichen Darmbakterium EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli)sorgt nun ein weiterer Krankheitserreger, der unter anderem im Kot von Nutztieren vorkommt für große Probleme und zahlreiche Erkrankungen.

Obwohl die genaue Quelle der Erreger bisher nicht geklärt ist, steht inzwischen fest, dass die EHEC gegen viele gängige Antibiotika resistent sind und sich die Behandlungung der Erkrankungen entsprechend schwierig gestaltet. (Quelle Dr. Susanne Huggett, Infektologin, Aesculap Kliniken) Wie bei den MRSA Keimen z. B. aus den Hähnchenmastställen sind nur noch wenige Antibiotika in der Lage nach der Infektion mit EHEC wirksam zu helfen.

In der Massentierhaltung werden zwangsläufig bedingt durch die Haltung von zu vielen Tieren auf zu kleinem Raum enorme Mengen an Antibiotika eingesetzt, damit die Tiere überhaupt ihren Schlachttermin erleben. Vor diesem Hintergrund erscheint es durchaus denkbar, dass die Haltungsbedingungen in der Massentierhaltung das Entstehen der resitenten EHEC Bakterien zumindest begünstigt.    ndr.de KLICK für mehr Informationen     tagesschau.de KLICK für mehr Informationen

 

 
 

 
 
19. Mai 2011 ev. luth. Landeskirche
Landeskirche stellt Bericht zur Nutztierhaltung ins Netz

Die ev.-luth, Landeskirche Hannover stellt das Aktenstück Nr. 86 (Bericht des Umwelt- und Bauausschusses der Landessynode zur "Landwirtschaftlichen Nutztierhaltung" auf ihrer Internetseite zum Nachlesen zur Verfügung.
Der Ausschuss bezweifel darin u. a., dass Großschlachtanlagen dem Tierwohl sowie

den sozialen und unweltethischen Anforderungen gerecht werden können. KLICK für mehr Informationen
 
 
 
17. Mai 2011 Bundesverbandes der beamteten Tierärzte e.V.
Beamtete Tierärzte lehnen die einseitige Ausrichtung der
Nutztierzucht auf Leistung ab


Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT) fordert auf seinem
30. Internationalen Veterinärkongress die stärkere Berücksichtigung
der Tiergesundheit in der Tierzucht.
Die Tierärzte im öffentlichen Dienst beobachten mit großer Sorge die
Entwicklungen in der Nutztierzucht. Presseerklärung lesen
KLICK für mehr Informationen



      
      





17. Mai 2011 Bild.de

Hühner-Quäler entsorgt tote Tiere auf Acker

Schock-Fund in Langwedel-Etelsen bei Bremen. Mitten auf einem Acker türmt sich ein riesiger
Haufen Hühnermist. Neun Wagenladungen hochgradig bakterieller Kot aus einem
Geflügelmast-Betrieb.
Das Schlimmste: Der Misthaufen ist durchsetzt von verstümmelten Tier-Kadavern. KLICK für mehr Informationen





16. Mai 2011 Grüne Landtagsfraktion

10 Punkte Tierschutz Sofortplan


Die Landtagsgrünen haben am Montag (heute) einen 10-Punkte-Sofortplan für mehr Tierschutz
in der Landwirtschaft vorgelegt.
Nach den vielen Skandalen mit Qualhaltung und Verstümmelungen von Nutztieren müsse jetzt
schnell gehandelt werden, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christian Meyer.

Den Sofortplan der Grünen, der unter anderem auch eine für Verbraucher eindeutige
Kennzeichnung der Herkunft von Fleischprodukten vorsieht, finden Sie als Kurz- und
Langfassung mit Vergleich zum "Tierschutzplan" der Landesregierung hier.
KLICK für mehr Informationen

Zum gleichen Thema auch NDR.de
KLICK für mehr Informationen



16. Mai 2011 foodwatch

Legale Täuschung im Supermarkt
Die Mogel-Liste

Es ist leider nicht die Ausnahme, sondern die Regel: Kunden werden im Supermarkt getäuscht –
und das meist ganz legal. Auf abgespeist.de stellt foodwatch regelmäßig Beispiele für die alltägliche Irreführung mit Lebensmitteln vor. Hier die Mogel-Liste mit allen Produkten.


Foodwatch verbindet die Aktion mit einer Abstimmung über die Vergabe des
"Goldenen Windbeutels 2011". Zur Abstimmung gelangen Sie hier KLICK für mehr Informationen





15.05.2011 News, ev.-luth. Landeskirche Hannover

... In einer Ethik-Debatte um die Massentierhaltung zeigten sich die 75 Delegierten des hannoverschen Kirchenparlamentes kritisch gegenüber einem umstrittenen Geflügelschlachthof, der momentan in Wietze bei Celle gebaut wird. Bei der Nutztierhaltung müssten das Wohl der Tiere beachtet und bestimmte soziale und umweltethische Anforderungen erfüllt werden, hieß es. Es sei zweifelhaft, dass in solchen Großanlagen die Anforderungen erfüllt blieben, sagte die Synodale Bettina Siegmund. In Wietze sollten jährlich bis zu 134 Millionen Tiere geschlachtet werden.
 
Bischof Meister appellierte an das Verhalten der Verbraucher. Sie hätten in den vergangenen Jahren etwa erreicht, dass vermehrt Eier aus Freiland- und Bodenhaltung angeboten würden: "Damit ist Deutschland führend." ...
Zum vollständigen Bericht.


Dazu auch folgender Bericht  vom 12. Mai 2001

Streit um die geschundene Kreatur

Bistum Münster nimmt Bauern gegen Theologen-Kritik in Schutz << klick >>>





14.05.2011 Emder Zeitung
Politik schiebt Stallpläne auf die lange Bank

Emden. Die Emder Ratsmitglieder befinden sich in einer Zwickmühle. Sie haben mit einer Resolution der Ansiedlung von großen Tieraufzucht- und Tierhaltungsanlagen eine Absage erteilt. Doch die jetzt von der Verwaltung geplante Steuerung von Intensivtierhaltungs-Anlagen schließt solche Ansiedlungen nicht aus, sie stoppt sie nur für einen Zeitrum von maximal vier Jahren. Davon betroffen ist nun der Wybelsumer Landwirt Gerhard Odinga. Seinen Antrag nach dem Bundesimmissionschutz-Gesetz stellte der Stadtentwicklungsausschuss (gegen die Stimmen der CDU) zurück.

Einen anderen Weg, um Massentierhaltung zumindest lenken zu können, gibt es nicht, machten Stadtbaurat Andreas Docter und Stadtplaner Lars Kolk am Donnerstag im Ausschuss deutlich. ”Es wird keine Nullplanung geben. Das muss dem Rat klar sein”, sagte Docter. Wie berichtet schlägt die Verwaltung vor, zunächst ein städtebauliches Gesamtkonzept (Bebauungspläne) zu erstellen. In diesem Konzept wird detailliert festgelegt, wo in Emden künftig Intensiv-Tierhaltung, die es hier bisher noch nicht gibt, betrieben werden darf. So lange dieses Konzept nicht steht, werden entsprechende Anträge, wie die von Gerhard Odinga zum Bau von Junghennenaufzuchtanlagen für 85 000 Tiere in Wybelsum, zurückgestellt. Vom Tisch sind solche Anträge damit allerdings nicht.

Ziel ist es, für die Zukunft festzuschreiben, wo in Emden Standorte zum Beispiel für Geflügelaufzuchtanlagen stehen können. Dabei werden unterschiedliche Aspekte unter die Lupe genommen, wie Lars Kolk ausführte. So kann die Stadt weitergehende Abstände zu Siedlungen festschreiben, bezieht die Nähe von Landschafts- und Naturschutzgebieten in ihre Überlegungen ein und prüft, wo bestimmte Bereiche aus erschließungstechnischen Gründen von vornherein abgelehnt werden können. ”Es geht darum: Was ist möglich, in welcher Größenordnung, bei welcher Tierart”, sagte Kolk. Für bestehende Betrieb gelte ein weitreichender Bestandsschutz.

Das städtebauliche Gesamtkonzept zur Massentierhaltung gibt es nicht zum Nulltarif. Lars Kolk stellte klar, dass die Kosten, insbesondere für Gutachten, bei 100- bis 150 000 Euro liegen werden. 

Zu Artikel in der Emder Zeitung.






Vom 12. bis 14. Mai 2011 fand in Hannover die 

Landessynode
der evangelisch-lutherischen Landeskirche


statt. Ein Tagesordnungspunkt der Synode war am Freitag der 2. Bericht des Umwelt- und Bauausschusses betr. Landwirtschaftliche Nutztierhaltung (Eingabe der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Michael Wietze/Steinförde).

Eine erste Zusammenfassung zu diesem Thema können Sie in der Berichterstattung der Synode unter dem Titel:

"Bericht zur landwirtschaftlichen Nutztierhaltung" sowie unter

"Aussprache zur landwirtschaftlichen Nutztierhaltung" nachlesen.


proM.U.T. bemüht sich seit längerer Zeit um eine persönliche Stellungnahme des neuen Landesbischofs Ralf Meister zum obigen Thema. In einem Brief vom 9. Mai ließ uns der Landesbischof wissen, dass an einer Stellungnahme zu theologischen und ethischen Perspektiven gearbeitet wird, die Kriterien zur
Beurteilung von landwirschaftlicher Tierhaltung, Stallbauten und Fleischkonsum

zur Verfügung stellen soll. Sobald uns das zugesagte Exemplar dieser Stellungnahme vorliegt, werden es hier veröffentlichen.




11. Mai 2011 FAZ.net und Sueddeutsche.de

Nach einem der FAZ vorliegenden Entwurf hält der von der Bundesregierung eingesetze Ethikrat einen Atomausstieg bis 2021 für möglich. Die bereits vom Netz genommenen 8 Atommeiler sollten abgeschaltet bleiben und der Ausstieg schrittweise vollzogen werden. Der Abschlussbericht soll Ende des Monats vorgelegt werden.
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Auch Japan scheint in seiner Atompolitik langsam einsichtig zu werden. Wie Ministerpräsident Naoto Kan erklärte, werden die bisherigen Planungen zum weiteren Ausbau der Atomenergie in Japan gestoppt. Immerhin das !




04. Mai 2011 Radio Bremen

Stadt Emden legt
Maststallprojekt auf Eis


Die Stadt Emden will den Bau von fünf privaten Ställen zur Aufzucht von 85.000 Junghennen verhindern. Stadtbaurat Andreas Docter teilte mit, dass man ein so genanntes gesamtstädtisches Entwicklungskonzept erstellen wolle. Damit bekommt Emden per Gesetz vier Jahre Zeit, zu prüfen, ob, wo und in welcher Form Massentierhaltung überhaupt möglich und sinnvoll ist.
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04. Mai 2011 MKULNV NRW

NRW : Kabinett verabschiedet Verbandsklagerecht für Tierschutzvereine


Das nordrhein-westfälische Kabinett hat heute einen Gesetzentwurf für ein Verbandsklagerecht für Tierschutzvereine verabschiedet. „Das Gesetz ist ein Meilenstein zur Stärkung der Tierrechte“, sagte Verbraucherschutzminister Johannes Remmel. „Denn Tiere können sich nicht wehren und erstmals wird ein gleichwertiger Rechtsschutz zwischen Tiernutzern und Tieren hergestellt. Bisher konnte nicht gegen ein Zuwenig an Tierschutz geklagt werden, gegen ein Zuviel aber schon. Tierschutz hat Verfassungsrang, und Tiere, die unter ihren Haltungsbedingungen leiden, benötigen einen gleichgestellten Rechtsschutz, den wir mit dem Verbandsklagerecht nun einführen werden.“
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02. Mai 2011 Deutscher Bundestag

Strom - Vollversorgung aus erneuerbaren Energien
zu 100 % möglich

Zu diesem Ergebnis kommt der Sachverständigenrat  für Umweltfragen in einem Sondergutachten (17/4890).  Eine 100%ige Vollversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien ist laut diesem Gutachen ”möglich, sicher und bezahlbar“.

Weiter heißt es in dem Gutachten, ”dass eine ausschließlich auf regenerativen Energiequellen basierende Stromversorgung bis 2050 unter Beachtung strenger Anforderungen des Naturschutzes und bei Vermeidung von anderen Nutzungskonflikten möglich ist“.

Weitere Kernaussagen:

  • ”Die Sicherheit der Versorgung kann somit, trotz der Schwankungen in der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien, zu jeder Zeit gewährleistet werden“.
  • Der Anteil der Biomasse soll wegen möglicher Landnutzungskonflikte und hoher Kosten nicht über 7 Prozent steigen.
  • ”Weder eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken noch der Bau neuer Kohlekraftwerke mit Kohlendioxidabscheidung und -speicherung sind notwendig.“
  • Der Ausbau der Energieinfrastruktur in Form von Übertragungsnetzen und Speichern” wird mit hoher Wahrscheinlichkeit den zentralen Engpass für den schnellen Ausbau der Nutzung der regenerativen Energiequellen für die Stromversorgung in Deutschland und Europa darstellen“.

Versäumnisse sieht der Sachverständigenrat in der deutschen Energiediskussion. Der Ausbau der Übertragungsnetze und Speicher hätte schon viel früher ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden müssen, so das Gutachten.