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NEWS  pro M.U.T.  Verein für Menschen, Umwelt, Tiere e.V. Nachrichten

ARCHIV vom April 2011




 




30. April 2011 proM.U.T. e.V.

Informativer Rückblick auf ein Jahr Engagement
gegen Massentierhaltung


Auf den Tag genau ein Jahr ist es nun her. Am 30. April 2010 wurde erstmals über die Zeitung bekannt, dass in Springe / Boitzum ein riesiger Maststall für fast 40.000 Hähnchen gebaut werden soll. Ein zweiter gleichgroßer Stall soll folgen. Laut damaligem Zeitungsbericht die größte Anlage für Massentierhaltung in der Region Hannover.

 "Sowohl Baudezernent Aden als auch der für Boitzum zuständige Ortsbürgermeister Heinrich Freimann gehen dennoch davon aus, dass es gegen den Springer Mastbetrieb keine gravierende Proteste geben wird." (NDZ, 30.04.2010)

Tatsächlich kam es etwas anders als von den beiden Herren erwartet. Denn seit dem Bekanntwerden des Bauvorhabens engagieren sich Springer Gruppen intensiv gegen den Bau dieses Stalles sowie gegen andere Anlagen der Massentierhaltung in der Umgebung von Springe und darüber hinaus.
Zeit also für einen Rückblick auf ein Jahr voller neuer Erkenntnisse und Erfahrungen für viele von uns, auf ein Fazit und einen Ausblick in die Zukunft.

Nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit und lesen Sie was inzwischen passiert ist. << KLICK >>

Bitte unterstützen Sie uns.






28. April 2011 wirtschaft - t-online.de

Agrarsubventionen -

Großkonzerne kassieren mal wieder ab

"Die Zahlen belegen, dass die Mittel an die Falschen gehen", sagte die Agrarexpertin des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND), Reinhild Benning, der "tageszeitung". "Konzerne kassieren Millionen, der durchschnittliche Landwirt wird mit Kleckerbeträgen abgespeist."
Schon die Veröffentlichung im Juni 2009 zeigte, dass die höchsten Summen an Nahrungsmittelkonzerne und große Agrarfabriken gingen.  Zwischen Oktober 2009 und Oktober 2010 erhielten folgende Firmen EU Agrarsubventionen (kleine Auswahl):

 Baywa AG, München
(fraglich, wird von Baywa bestritten)
13.443.361,09 € EGFL-Sonst.
 Nordmilch AG, Bremen 8.997.019,46 € EGFL-Sonst.
 Südzucker AG, Mannheim, Ochsenfurt 2.680.420,96 € EGFL-Dir. und ELER
 RWE Power AG, Erftstadt 512.539,67 € EGFL-Dir.
 Bayer Real Estate GmbH, Leverkusen 134.869,79 € EGFL-Dir.

EGFL = Europäischer Garantiefonds für Landwirtschaft
EGFL-Sonst. = Sonstige Marktordnungszahlungen zur Stabilisierung des Erzeuger- und Verbraucherpreisniveaus in der EU
EGFL-Dir. = Direktzahlungen an Inhaber von landwirtschaftlichen Betrieben zum Ausgleich der Senkung der EU-Stützpreise auf Weltmarktpreisniveau
ELER = Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums
(Quelle: neue Liste der Subventionsempfängerveröffentlicht von Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung)

Listen der Agrarsubventionen 2002 bis 2006  sowie
EU Agrarsubventionen an Geflügelkonzerne finden Sie << hier >>




27. April 2011 stern.de


Dreck im Hähnchen

Bei vielen Verbrauchern steht der Name Wiesenhof für Qualität. Doch in einem Schlachthof des Konzerns entdeckten Kontrolleure nach stern-Recherchen unglaubliche Zustände.

Lesen Sie einen Vorbericht zur nächsten Ausgabe des STERN << hier >>

Dazu wünschen wir "Guten Appetit" .




Exakt vom 27.04.2011

Botulismus -
Die unterschätzte Seuche


Tausende Tiere verenden an einem Erreger, Menschen erleiden Muskellähmungen - renommierte Experten warnen davor, dass das Problem längst in unsere Lebensmittel gelangt sein könnte. Das Problem nennt sich chronischer Botulismus, eine Erkrankung die durch das Botulinumtoxin hervorgerufen wird. Das Gift wird von einem Bakterium namens Clostridium botulinum gebildet und kann Menschen und Tiere befallen.
(Quelle mdr, exakt)

Trotz  ihrer Erkrankung und der Gefahr der Übertragbarkeit der Erkrankung auf den Menschen werden die Rinder mit offizieller Erlaubnis über die Schlachthäuser in die Lebensmittelkette gebracht. Eine Anerkennung als Seuche lehnen die zuständigen Stellen nach wie vor ab, räumen allerdings jetzt aktuellen Handlungs- und Forschungsbedarf ein.

Laut BfR (Bundesamt für Risikoforschung) besteht dieser dringende Handlungsbedarf bereits seit 2004. Eine Studie, die Mitte 2011 Ergebnisse liefern sollte, wurde gestoppt , weil keine Gelder vorhanden sind. All das passt nicht zusammen. Viele Menschen  in der Landwirtschaft sind inzwischen erkrankt, das Leiden der Tiere ist nicht hinnehmbar, die Gefährdung der Verbraucher wird scheinbar wissentlich in Kauf genommen.

Dringender Aufklärungsbedarf besteht auch über die Gefahren, die von Clostridien durch das Ausbringen von Gärresten aus Biogasanlagen auf Äckern und Weideflächen für die Menschen entstehen. Gerade auch in unserem Bereich (geplante neue Biogasanlage in Springe) ein interessantes Thema.  Hierzu die Göttinger Erklärung von Tierärzten.

Sehen Sie sich die Beiträge des mdr hierzu an:

Krank durch Botulismus?
Kontaminiertes Fleisch im Handel?

Weitere Links zum thema Botulismus / Clostridien:

Botulinum - wichtige Ergebnisse für die Praxis
Botulismus und Biogas-Gülle: Zusammenhang klären!

Botulismus - auch Landwirte können dramatisch erkranken





proM.U.T. News 21. April 2011


"Tierschutzplan Niedersachsen"
– eine wahltaktische Mogelpackung in 41 Punkten

Der von Landwirtschaftsminister Lindemann vorgestellte "Tierschutzplan Niedersachsen" enthält auf 8 Seiten viele Punkte mit Grausamkeiten, die in der zur Zeit praktizierten Nutztierhaltung den Tieren angetan werden. Eine solche Bestandsaufnahme und Benennung der Probleme der heutigen Nutztierhaltung hat es meines Wissens aus dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium noch nicht gegeben. Obwohl sicher weitere Problemfelder zu benennen wären (Besatzdichten, Auslauf, Stallgrößen, Weidegänge etc.) muss das Veröffentlichen einer so umfangreichen Auflistung als erheblicher Fortschritt gewertet werden. Schließlich verharmloste vor wenigen Monaten Lindemanns Vorgängerin, Frau Grotelüschen, noch, "es gibt keine Missstände". Nun gibt es sie also ganz offiziell in Niedersachsen. Soweit der positive Aspekt aus Lindemanns "Tierschutzplan".

Der Zeithorizont und die aufgeführten noch zu untersuchenden Maßnahmen machen aus dem "Tierschutzplan" allerdings eine wahltaktische Mogelpackung, die wenige Monate vor den Kommunalwahlen in Niedersachsen leicht zu durchschauen ist. „Ich werde den jetzt begonnenen Weg in jedem Fall mit einer deutlichen Verbesserung im Tierschutz beenden", so Lindemann. Dafür genehmigt er sich einen Zeithorizont von mehreren Jahren, sogar bis 2018. Dass der Minister dann noch im Amt ist, ist ja wohl eher zweifelhaft. Warum überhaupt ein so langer Zeithorizont? Die im "Tierschutzplan" aufgelisteten Probleme mit Tierschutzrelevanz sind doch seit Jahren, Jahrzehnten bekannt. Zumindest den Wissenschaftlern im Lenkungsausschuss werden die entsprechenden Studien, Untersuchungen und Lösungsmöglichkeiten, die in anderen Länder bereits erfolgreich zum Teil seit Jahren praktiziert werden, bekannt sein. Entsprechend könnten viele Missstände kurzfristig angegangen und beseitigt werden. Die Vertreter der Landwirtschaft und der Ernährungsindustrie werden aber genau das im Lenkungsausschuss verhindert haben. Im Ergebnis bekommen wir dann einen "Tierschutzplan" präsentiert, der vor den Kommunalwahlen dem in der Bevölkerung zunehmenden Akzeptanzproblem der industriellen Massentierhaltung als wahltaktische Maßnahme die Spitze nehmen soll.
Als Bürgerinitiativen und Vereine in den Calenberger Initiativen wie im Netzwerk Bauernhöfe statt Agrarfabriken werden wir durch unermüdliche Aufklärung weiter dafür Sorgen, dass die Hinhaltetaktik des "Tierschutzplanes" nicht aufgeht.

Minister Lindemann sagt im Fernsehen (NDR):"Eine gute intensive Tierhaltung wird so aussehen, dass die Tiere in Ställen mit viel Licht, mit sauberem Futter, mit guter Luft und ohne körperlich versehrt zu sein, heranwachsen können." Er spricht für die Zukunft. Man könnte den Satz auch so interpretieren: << weiterlesen >>




Weitere Links zum "Tierschutzplan"

Interview mit Eckhard Niemann, ABL , Netzwerk Bauerhöfe statt Agrarfabriken

NDR - 38 Schritte zu mehr Tierschutz

Presseerklärung des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums

Der "neue Tierschutzplan" Niedersachsen als vollständiger Text        






proM.U.T. News 25. April 2011

Anti AKW Demo in Grohnde

Um die 15.000 Atomkraftgegner haben sich heute am
Atomkraftwerke Grohnde (Landkreis Hameln-Pyrmont)
versammelt, um zusammen für den Ausstieg aus der Kernenergie zu demonstrieren und, um des morgigen 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe zu gedenken.
Auch Mitglieder von proM.U.T. waren am AKW Grohnde dabei. Bei herrlichem Osterwetter ein gelungener Ausflug für einen guten Zweck. << hier die ersten Photos >>

Auch an anderen AKW Standorten fanden Demonstrationen statt. In Norddeutschland unter anderem an den Atomkraftwerken Brunsbüttel, Krümmel, Unterweser und Grohnde sowie rund um die Endlagerprojekte Asse und Schacht Konrad Aktionen. Dazu aufgerufen hatte ein breites Bündnis von bundesweiten und örtlichen Initiativen. Sie fordern die Stilllegung aller Atommeiler.

Weitere Informationen unter ndr.de





NDR, 18. April 2011

Und hier der nächste "Einzelfall"

PETA erstattet Anzeige gegen Putenmastbetrieb

Die Tierschutzorganisation PETA hat einen Putenmastbetrieb in Emstek(Landkreis Cloppenburg) angezeigt. Das innerhalb von sechs Monaten 
aufgenommene Foto- und Videomaterial aus der Putenmästerei zeige extreme
Tierquälerei, sagte ein PETA-Sprecher am Montag in Hannover. Kranke,
lebende und tote Tiere sollen in ein und demselben Stall untergebracht
sein. Zudem sollen sie auf matschigem Untergrund im eigenen Kot gehalten
werden. Auf den Bildern und dem Video sind tote, verstümmelte,
deformierte und sterbende Puten zu sehen.
<< mehr >>






proM.U.T. News, 17.April 2011:

Multiresistente Keime (MRSA):
Hohe Belastung von Fleisch und Geflügel in USA


Eine am 15. April 2011 veröffentlichte Studie aus den USA zeigt ein hohes Maß an Belastung von Fleisch und Geflügel mit multiresistenten Keimen (MRSA).

Eine besonders hohe Belastung mit multiresistenten staphylococcus aureus wurde dabei im Fleisch von Hähnchen und Truthähnen gefunden. Diese resistenten Bakterien können beim Umgang mit dem Fleisch und Geflügel (Auspacken nach dem Einkauf) oder auch durch Lagerung auf den Menschen übertragen werden. Ebenfalls ist eine Übertragung auf andere Lebensmittel z.B. im Kühlschrank möglich. Eine vereinfachte Zusammenfassung zur MRSA Problematik und der Studie aus den USA können Sie << HIER >> nachlesen.

Als Konsequenz aus den zunehmenden Warnungen vor der Ausweitung von Resistenzen gegen Antibitika sollten alle Bürgerinitiativen und Umweltverbände gerade auch auf den Zusammenhang zwischen Massentierhaltung und der Entstehung dieser Resistenzen hinweisen. Die industriellen Massentierhaltungen sind Brutstätten der Entwickelung von Resistenzen. Weiterhin sollten wir immer wieder und in allen Diskussionen das Einbeziehen auch der Geflügelwirtschaft in die Studien zur Kontrolle der Stoffströme von Antibiotika fordern. Warum gerade dieser Bereich von entsprechenden Kontrollen ausgenommen werden mußte, erschließt sich wohl nur der Geflügelwirtschaft selbst.

Bitte bedenken Sie
Antibiotika können IHR Leben nur retten, wenn sie wirken !




Dienstag, 12.04.2011

Gut 70 engagierte BürgerInnen bei der
Demonstration der
Calenberger Initiativen


Vor dem  “Haus der Region” in Hannover versammelten sich
anlässlich der Sitzung der Regionsversammlung der Region Hannover gut 70 Mitglieder der Calenberger Initiativen und vieler befreundeter Bürgerinitiativen und Vereine um die gesammelten ca. 10.000 Unterschriften gegen Mastställe bzw.  Massentierhaltung zu überreichen.
Die maßgeblich vom Vorsitzenden der BI Groß Munzel (BIM), Michael Hettwer, organisierte Veranstaltung war ein voller Erfolg.

Trotz des ungünstigen Termines an einem Werktag in der Mittagszeit haben gut 70 sehr engagierte, zum Teil phantasievoll verkleidete, mit kreativen Plakaten, Spruchbändern und Bannern versehene Gegner von Massentierhaltung ihr Anliegen und ihre Besorgnis zum Ausdruck gebracht. Sowohl vor dem Gebäude als auch im Sitzungssaal der Regionsversammlung konnte der Öffentlichkeit und den anwesenden Politikern und Verwaltungsmitarbeitern/innen deutlich gemacht werden, dass der Widerstand gegen die Massentierhaltungsanlagen in der Region und anderswo von weiten Kreisen der Bevölkerung getragen und unterstützt wird. << mehr lesen oder  Fotos ansehen >>






Volle Töpfe für die Großen

Welche Landwirtschaftsbetriebe bekommen am meisten aus den Brüsseler Beihilfe-Töpfen? Wer erhält wie viel? Bisher geheime Daten zeigen: Von den EU-Agrarsubventionen profitieren besonders die großen Agrarkonzerne und der alte Landadel. stern.de veröffentlicht Listen. Von Brigitte Alfter und Hans-Martin Tillack

Die vollständigen Listen von 2002 bis 2006 finden Sie << hier >>